Das Sozialsystem schafft falsche Anreize für Zuwanderer aus der EU
Die Hürden, zu Sozialleistungen zu kommen, sind für EU-Arbeitnehmer zu niedrig, findet unsere Autorin. Das System befördert zudem Lohndumping.
Die Arbeitnehmerfreizügigkeit ist eine der Säulen des europäischen Markts. Angesichts von demographischem Wandel und Fachkräftemangel profitiert Deutschland stark davon, dass jeder EU-Bürger überall in der EU den Lebensunterhalt verdienen darf. Die Zahl versicherungspflichtiger Arbeitnehmer wäre laut Wirtschaftsministerium rückläufig, wenn ausländische Arbeitskräfte sie nicht ausgleichen würden.
Missbrauch und Lohndumping – EU-Bürger kommen zu leicht an Sozialleistungen
Auf der anderen Seite ist in Deutschland die Schwelle, an Sozialleistungen zu kommen, zu gering. Mit einem Minijob ist ein EU-Bürger berechtigt aufzustocken. Wer ihn nach wenigen Monaten verliert, bekommt Bürgergeld. Ein Einfallstor für Missbrauch und Lohndumping.
Länderübergreifende Sozialstandards zu fordern, scheint illusorisch. Doch das EU-Recht eröffnet Möglichkeiten, Einwanderung in Sozialsysteme zu unterbinden. Es wäre wichtig, Hürden anzuheben, Arbeitnehmerstatus und Daueraufenthaltsrecht mehr zu kontrollieren.
Zudem wird die Arbeitsmarktintegration schwieriger, viele Immigranten landen in prekären Jobs. Die Belastung für den Sozialstaat entsteht auch, weil der Niedriglohnsektor durch staatliche Leistungen subventioniert wird. Das ist ein Systemfehler, der dringend behoben werden muss.
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Stimme.de
Kommentare
am 21.01.2026 07:46 Uhr
Das ist das erste Mal, dass ich so etwas in dieser Deutlichkeit in der Stimme lesen durfte. Ohne Mitarbeiter mit Migrationshintergrund könnten wir unser Hotel und Restaurant zunageln. Der Sozialstaat wird von diesen Leuten nicht ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.
Deutschland ist das Zielland für alle Menschen die Asyl suchen und Menschen aus ärmeren Ländern die hier ein besseres Leben erwarten zur Not auch ohne Arbeit.
Ohne Zweifel ist der Anreiz eine Vollzeitstelle anzunehmen nicht besonders groß. Nicht der scheinbar zu geringe Mindestlohn ist das Problem sondern dessen Bruttolohn mit Arbeitgeberanteil ist in dieser Lohngruppe viel zu hoch. Bei 1 € Anhebung landet nahezu die Hälfte beim Staat.
Seit 2015 sind über 6 Millionen Menschen nach Deutschland zugewandert. Der größte Anteil davon lebt von oder mit staatlicher Hilfe. Niemand kann allen Ernstes behaupten, dass unser soziales System darauf ausgelegt ist. Insbesondere der Wohnungsmarkt noch das Gesundheitssystem. Erschwerend kommt hinzu, dass es auch deutsche Staatsbürger gibt, die dieses System ausnutzen und nicht arbeiten, manchmal schon aber nicht angemeldet, obwohl sie das könnten.
Jetzt wo Deutschlands Wirtschaft im Sinkflug ist und die Steuergelder nicht mehr sprudeln, Menschen um ihren Arbetsplatz bangen und um ihren geliebten Wohlstand fürchten wäre es überfällig Mißbrauch unserer sozialen Leistungen entschieden zu unterbinden. Viele Arbeitgeber haben oder werden den Gürtel enger schnallen müssen nur die Verwaltungen des Staates und der öffentlichen Hand braucht immer mehr Stellen und Gelder. Hier muss schnellstens konsolidiert und reformiert werden.
Geschieht nichts von dem hat das mit der geopolitischen Lage und all ihren großen und kleinen Krisen das Zeug, gelinde gesagt, für innere Unruhen.
Jürgen Mosthaf