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Award in Heilbronn verliehen

Warum Susanne Klatten ein Vorbild für viele Manager ist

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Die Investorin, Unternehmerin, Erbin und Mäzenin Susanne Klatten ist am Heilbronner Bildungscampus ausgezeichnet worden. Dabei gab sie auch Tipps für gute Führung und den Umgang mit KI.


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Die erfolgreiche Unternehmerin Susanne Klatten wurde am Freitagabend auf dem Bildungscampus mit dem German Leadership Award ausgezeichnet. Zum elften Mal hat der gleichnamige Verein (GLA) den Preis vergeben, zum zweiten Mal auf dem Bildungscampus in Heilbronn.

Der Award wurde 2013 auf Initiative der deutschen Alumni des Collège des Ingénieurs (CDI) 2013 ins Leben gerufen. Prämiert werden Führungskräfte, Unternehmen oder Institutionen, die Leadership auf innovative und erfolgreiche Art und Weise in ihrem Arbeitsumfeld ein- und umsetzen und die das Thema besonders wertschöpfend in die Öffentlichkeit tragen. Die Absolventen schlagen dafür eine Persönlichkeit vor, die aus ihrer Sicht ein Vorbild in Sachen Unternehmensführung ist.

Der gesellschaftliche Wandel stelle viele Führungskräfte vor große Herausforderungen, betonte Hans-Peter Mengele, Vorsitzender des GLA. „Der Award beruht auf dem Prinzip des Unternehmenserfolgs und des gesellschaftlichen Zusammenhalts.“ Denn auch Führung wandele sich in Zeiten von KI. „Jeder fragt sich, wohin das führt.“

„Leadership lernen wir durch Vorbilder“: Award am Heilbronner Bildungscamps verliehen

Der Bildungscampus in Heilbronn sei der ideale Ort, um gemeinsam in die Zukunft aufzubrechen. Für Preisträgerin Susanne Klatten ist der Umgang mit KI klar: „Genau hinschauen, Menschen involvieren, Möglichkeiten kennenlernen und dafür sorgen, dass KI bleibt, was es ist: ein Werkzeug“, empfahl die Mäzenin und Investorin den Managern und Unternehmern im Publikum.

„Leadership lernen wir durch Vorbilder“, erklärte Knut Stannowski, Geschäftsführer der Management-Schule CDI. Es freue sie besonders, dass junge Manager sie für die Auszeichnung ausgewählt haben, sagte Klatten in der festlich hergerichteten Aula des Bildungscampus. Die Absolventen seien die Gestalter der Zukunft – was sie darunter versteht, legte die BMW-Erbin, Investorin und Gründerin der gemeinnützigen Unternehmer-TUM in ihrer Dankesrede dar. „Am Anfang der Zukunft steht der Mensch“, sagt Susanne Klatten. Und leitet daraus auch ihre Definition von guter Führung ab: Man müsse genau hinschauen und Fragen stellen.

Susanne Klatten äußert bei Auszeichnung in Heilbronn Sorge um Zukunft

Neugier und Mut gehörten dazu: „Jeder Unternehmer lebt mit Ängsten“, so die 63-Jährige. Mut sei die Fähigkeit, diesen zu begegnen. Deshalb sei es gerade in Krisenzeiten wichtig, ihn nicht zu verlieren. Es brauche Zuversicht für gute Führung. „Das ist unsere oberste Aufgabe.“ Frustration müsse man als Leader zu Hause lassen, auch wenn die Zeiten schwierig seien. „Wir müssten nochmal ganz von vorn denken“, sagte sie, auch wenn man momentan noch „in einem Zustand des Wohlstands“ sei. „Wir stehen an einem Scheideweg“, war sich Klatten sicher. Der Glaube an die Zukunft sei erschüttert, das gesellschaftliche Bewusstsein im Wandel: „Die Angst geht um.“

Europas führende Innovationsfabrik: Klatten gründete Unternehmer-TUM

Mit der Gründung der Unternehmer-TUM, Europas größtem Gründungszentrum, habe sie jungen Menschen Mut machen wollen. Mehr als 15.000 Teilnehmer setzen jedes Jahr ihre Ideen mit Unterstützung des Netzwerks um.  Der Name weist auf die Nähe zur Technischen Universität München (TUM) hin, TUM-Professor Helmut Schönenberger ist Geschäftsführer des Gründungszentrums. Seine Diplomarbeit war der Ausgangspunkt, die Idee habe etwas in ihr „zum Klingen gebracht“, erzählte Klatten. Er habe damals seinen ganzen Mut zusammengenommen, um der Gründerin seine Idee zu präsentieren, erinnerte sich Schönenberger.

Heute sei Susanne Klatten der Fels in der Brandung bei der Unternehmer-TUM. „Aus dem Dreiklang Universität, Unternehmerin und Geschäftsführer wurde Europas führende Innovationsfabrik“, fasste Klatten zusammen.

Universitätsstadt Heilbronn – dank TUM am Bildungscampus

Reinhold Geilsdörfer, Vorsitzender Geschäftsführer der Dieter-Schwarz-Stiftung, nannte die Preisträgerin eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit. Mit der TUM habe die Stiftung von Anfang an sehr gut zusammengearbeitet. Inzwischen hat die Universität einen Campus in Heilbronn und die Stadt mit ihrem Engagement zur Universitätsstadt gemacht.




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