Für Franz Abfalder ist die Partie gegen Schalke, das neunte Benefizspiel, das er organisiert. Dabei seien mit Spenden, die er gesammelt hat, insgesamt über 100.000 Euro zusammengekommen. Mit dem Geld finanziert Abfalder Therapien für Schwerbehinderte Kinder und hilft den Familien, über die Runden zu kommen. Daneben organisiert er seit einigen Jahren an einem Adventswochenende auch zusammen mit dem FC Union Heilbronn ein Weihnachtsessen für Obdachlose.
Benefizspiel in Heilbronn: Olaf Thon kommt mit Traditionself des FC Schalke 04
Beim Fußballspiel der Schalker gegen Allstars aus der Region Heilbronn wird im September Geld für behinderte Kinder gesammelt. Organisator Franz Abfalder hofft auf 2000 Besucher in Böckingen.
An sein erstes Spiel in Heilbronn kann sich Olaf Thon heute nicht mehr so recht erinnern. „Ich habe inzwischen in so vielen Stadien in Deutschland gespielt“, sagt der heute 59-Jährige lächelnd. Dabei war das Freundschaftsspiel des VfR Heilbronn gegen den FC Bayern München am 27. September 1988 in vielerlei Hinsicht spektakulär. Denn der Verbandsligist aus Heilbronn gewann damals durch zwei Tore von Joachim Schuster sensationell mit 2:1 gegen die großen Bayern mit Olaf Thon, der im Sommer des Jahres zu den Bayern gewechselt war.
Olaf Thon mit FC Bayern in Heilbronn: Spektakuläre Beleuchtungsaktion der Feuerwehr
Spektakulär war auch das sogenannte Flutlicht im Stadion. Bei der anbrechenden Dunkelheit sorgte die Heilbronner Feuerwehr mit Beleuchtungsfahrzeugen und 15 Großscheinwerfern für den nötigen Durchblick. Und von allen Bayern ist vor allem Olaf Thon den Heilbronner Spielern im Gedächtnis geblieben, denn der Schalker Junge kam als einziger in die Heilbronner Kabine, um den VfR’lern zu gratulieren.
Weniger spektakulär wird es sicherlich im September zugehen, wenn der Ex-Nationalspieler Olaf Thon mit der Schalker Traditionsmannschaft nach Heilbronn zurückkehrt, um im Erbe-Stadion in Böckingen für einen guten Zweck gegen ein Heilbronner Allstar-Team anzutreten.
„Traditionself“ des FC Schalke 04: Einsatz für gute Sache
Aber ernst nehmen die Allstars die 30 bis 40 Spiele, die sie jährlich bestreiten, immer noch. „Wir versuchen bei jedem Spiel, die beste Mannschaft auf das Feld zu bringen und den Zuschauern auch etwas zu bieten“, verspricht Thon, der die Abteilung „Traditionself“ des FC Schalke 04 leitet, Repräsentant des Vereins ist und auch noch als Fernsehkommentator auf den Fußballplätzen der Republik unterwegs ist. Für Franz Abfalder, der, seit er in Rente ist, jährlich eine Traditionsmannschaft in die Region holt, um Geld für behinderte Kinder zu sammeln, ist Schalke ein Wunschverein.
Ferry Schmidt hat Kontakt hergestellt – Jürgen Schmid spielt bei Heilbronner Legenden
„Die Gelsenkirchener haben ja deutschlandweit mit die größte Fangemeinde, und ich wollte die schon vor drei Jahren nach Heilbronn holen“, freut sich Abfalder, dass es in diesem Jahr geklappt hat. Maßgeblich daran beteiligt war Ferry Schmidt, der den direkten Kontakt zu Thon hergestellt hat. Der Heilbronner spielte Anfang der 80er Jahre für den 1. FC Köln, später acht Jahre für den MSV Duisburg und nach seiner aktiven Karriere auch lange in der Schalker Traditionself, ehe eine Knieverletzung weitere Einsätze unmöglich machte.
Statt Ferry wird aber sein jüngerer Bruder Jürgen Schmidt bei den Heilbronner Legenden auflaufen. „Für mich ist das auch ein ganz besonderes Spiel“, freut sich Schmidt, der beim SV Sandhausen, Karlsruher SC und in der Region in Berlichingen und beim VfR Heilbronn aktiv war.
Schalke-Traditionself in Heilbronn: Organisator will Fanclubs anschreiben
Franz Abfalder rechnet für das Spiel, das entweder am 13. oder am 20. September stattfindet, mit rund 2000 Zuschauern. „Ich habe mir vorgenommen, alle Schalker-Fanclubs in Baden-Württemberg anzuschreiben und einzuladen“, kündigt der 72-Jährige an. Wer mit einem Schalker Trikot ins Stadion kommt, soll mit einem Freigetränk belohnt werden. Neben Fußball wird es zudem ein Rahmenprogramm mit Trikotverlosung, Tombola, Musik und Spendenübergabe geben. Und auch die Schalker haben angekündigt, nach dem Spiel noch einige Zeit in Stadion zu verbringen.
„Wir sind Spieler zum Anfassen und werden sicher nicht gleich wieder verschwinden“, verspricht Olaf Thon, der auch selbst auflaufen will. „So Gott es will“, sagt er lächelnd.
Kommentare öffnen

Stimme.de
Kommentare