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Gastronomie

Restaurant Diar bringt afghanische und persische Küche nach Heilbronn

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Im Restaurant „Diar“ in Heilbronn setzt Vahid Abduollahi auf afghanisch-persische Gerichte. Gleichzeitig stehen auch Pizza und Pasta auf der Karte. Warum der Betreiber diesen Weg geht.


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Afghanisch oder persisch? Für Vahid Abduollahi gehört beides zusammen. In seinem Restaurant „Diar“ in der Nägelingasse 6 will der 28-Jährige eine Küche zeigen, die in Heilbronn selten ist – und die er seit seiner Kindheit kennt.

Der Name ist bewusst gewählt: „Diar“ bedeutet übersetzt Heimat. Für Abduollahi verweist er auf seine Herkunft und die kulinarischen Einflüsse, die er im Restaurant zusammenführt. 2015 kam er aus Afghanistan nach Deutschland. Gekocht hatte er schon zuvor in seiner Heimat, später arbeitete er in einem deutschen und einem italienischen Restaurant. Seit November 2025 ist er Restaurantleiter im „Diar“.

Restaurant Diar in Heilbronn: Ungewohnte Küche für viele Gäste

Auf der Karte stehen afghanisch-persische Reisgerichte, die mit Fleisch und Gewürzen wie Safran und Kardamom verfeinert werden. Dazu kommen Fleischspieße (Kabab) oder geschmorte Eintöpfe, oft kombiniert mit Rosinen, Mandeln oder Gemüse.

Vahid Abduollahi möchte die Heilbronner mit Gerichten aus seiner Heimat überzeugen.
Vahid Abduollahi möchte die Heilbronner mit Gerichten aus seiner Heimat überzeugen.  Foto: Schröder, Levin

Ein Beispiel ist das afghanische Nationalgericht Kabuli Palau, ein Reisgericht mit Karotten, Rosinen und Fleisch. Die Gerichte werden dabei von zwei Köchinnen zubereitet – einer Afghanin und einer Iranerin. „Es soll authentisch sein, und die beiden Frauen haben viel Erfahrung“, sagt Abduollahi. Er steht selbst in der Küche, schmeckt ab und kontrolliert die Gerichte, bevor sie serviert werden.

Die Küche sei für viele Gäste zunächst ungewohnt, sagt Abduollahi und sie unterscheide sich vor allem von türkischen Gerichten. „Bei unseren Kababs sind viel mehr Gewürze drin als bei türkischen Spießen“, sagt Abduollahi: „Viele sind überrascht, wie anders unsere Küche schmeckt“, sagt er. Schärfe spiele dabei kaum eine Rolle, könne aber am Tisch nachgereicht werden.

Auch Pizza, Pasta und Burger werden im Diar in Heilbronn angeboten

Die afghanisch-persische Küche ist für Abduollahi in Heilbronn noch kaum verbreitet. Gemeinsam mit Inhaber Omid Sultani, bei dem er zuvor im Restaurant Gusto in Willsbach gearbeitet hatte, fiel die Entscheidung, die Küche anzubieten.

Auf der Karte finden sich persische und afghanische Schmorgerichte, Fleischspieße und traditionelle Getränke wie Ayran.
Auf der Karte finden sich persische und afghanische Schmorgerichte, Fleischspieße und traditionelle Getränke wie Ayran.  Foto: Schröder, Levin

Auf der Karte sind neben den Gerichten aus dem Nahen Osten auch Pizza, Pasta und Burger zu finden. „Wir machen das solange, bis unsere authentische Küche gut angenommen wird“, erklärt Abduollahi das Angebot. Die Erfahrung dafür komme aus dem bestehenden Betrieb. Ein Koch ist eigens von Willsbach nach Heilbronn gewechselt, um diesen Bereich abzudecken.

Restaurant Diar in Heilbronn: Wenige Gäste seit Februar

Wirtschaftlich bleibt das Konzept anspruchsvoll. Zutaten wie Lamm oder frische Kräuter seien teurer geworden. Gleichzeitig fehlten die Kunden. „Es lief ganz gut an, seit Februar ist es aber sehr ruhig, und wir haben teils nur drei Gäste am Tag“, sagt Abduollahi. Die Gründe sieht er in mehreren Faktoren: viele Menschen hätten aktuell weniger Geld zur Verfügung, zudem fehle es an Bekanntheit. „Ich denke, dass viele noch nicht wissen, dass hier ein neues Restaurant drin ist“, sagt der 28-Jährige.

Der Gastraum im Restaurant „Diar“ in Heilbronn: Bunte Dekoration und neue Einrichtung prägen das Bild seit der Eröffnung im November 2025.
Der Gastraum im Restaurant „Diar“ in Heilbronn: Bunte Dekoration und neue Einrichtung prägen das Bild seit der Eröffnung im November 2025.  Foto: Schröder, Levin

Vor der Eröffnung im November haben Inhaber Omid Sultani und Abduollahi den Laden renoviert. Lila Fließen, neue Tische und bunte Dekoration sollen die Gäste damit auch visuell in den Nahen Osten bringen.

Für die kommenden Monate setzt Abduollahi vor allem auf Mundpropaganda Ein erster Schritt ist bereits geplant: „Wir haben bald ein Catering bei einer iranischen Hochzeit. Da werden wir unser Essen präsentieren und hoffen, dass uns die Leute weiterempfehlen.“




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