Relevante Inhalte aus dem Bereich Logistik: Professor der Hochschule Heilbronn betreut wichtiges Jahrbuch
Professor Martin Schwemmer von der Hochschule Heilbronn ist Hauptautor der Studienreihe „Top 100 der Logistik“. So profitiert die Lehre von seinem Engagement.

Seit 30 Jahren trägt die Studienreihe „Top 100 der Logistik“ alle Zahlen, Daten und Fakten zum Logistikmarkt zusammen. Sie gilt als eine der wichtigsten Informationsquellen für Entscheider in den Bereichen Transport und Logistik. Verantwortlich dafür ist seit kurzem Martin Schwemmer, seit Oktober Professor für Internationale Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik an der Hochschule Heilbronn. Wie seine Studenten von der Arbeit an der Studienreihe profitieren, das erklärt er im Interview.
Sie sind Hauptautor der Studienreihe. Wie profitieren Ihre Studenten davon?
Martin Schwemmer: Bei der jährlichen Aktualisierung der Studienreihe geht es um die relevanten Trends im Bereich der Logistik-Dienstleister. Im Zentrum steht auch, die Kennzahlen der Logistik zu vermessen. Ich fange aber auch damit an, dass ich Master- und Bachelorarbeiten explizit so ausschreibe, um im Buch veröffentlicht zu werden. Wir beleuchten Marktsegmente auf neue Weisen oder schauen, was die fortschrittlichsten Innovationen in dem Bereich sind. So möchte ich Studierenden auch ein bisschen Purpose vermitteln. Sie sollen wissen, worauf es hinausläuft, woran sie mitarbeiten.
Können Sie durch die Studienreihe neue Trends schneller vermitteln?
Schwemmer: Wir haben durch diese Arbeit das politische Weltgeschehen und die Perspektive auf die Logistik sehr gut im Blick. Was ich mit Studenten zuletzt sehr viel diskutiert habe, war die Zollpolitik der USA und die Auswirkungen sowie die die Probleme am Suez-Kanal mit Piraterie und den Huthi-Rebellen.
Warum?
Schwemmer: Es geht um die Einflüsse auf Prozesse und ganze Lieferketten, die in unserem Studiengang vermittelt werden. Supply Chain Management ist eben ein überschreitender Ansatz. Man muss sich die Folgen überlegen, wenn ein Schiff zwei, vier Wochen später ankommt. In einem Automobilwerk stehen ratz, fatz die Bänder still.
Ist die Mitarbeit an der Studienreihe für die Studenten ein ein besonderer Ansporn?
Schwemmer: Sie schreiben nicht irgendeine Abschlussarbeit für einen Prof. Tatsächlich haben wir ja in der Hochschule sehr viele Praxisarbeiten mit Unternehmen aus der Region, wie der Fritz-Spedition, Würth oder der Schwarz-Gruppe mit Kaufland und Lidl. Da ist es auch schon so, dass wirklich an einer Problemstellung gearbeitet wird. Unternehmen haben danach einen Anreiz, etwas zu verbessern.
Was bedeutet es für Sie, dass Sie Hauptautor sind?
Schwemmer: Viel Arbeit. Es ist zugleich eine gute Möglichkeit, dass die Hochschule Heilbronn zeigen kann, dass wir relevante Inhalte für die Logistik- und Supply-Chain-Management-Community generieren. Zugleich ist es eine jährliche Hausaufgabe für mich, am Puls der Zeit zu bleiben, was die relevanten Entwicklungen in der Logistik angeht.
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