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Randvolle Busse zwischen Horkheim und Innenstadt – Fahrgäste verpassen Ausstieg

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Zwischen Horkheim und Heilbronner Innenstadt häufen sich Beschwerden über volle Busse. Die Stadtwerke erklären jetzt die Hintergründe und künftige Maßnahmen.


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Der Bus der Linie 31 steuert um 9.27 Uhr auf die Haltestelle Möwenstraße in Horkheim zu, den dritten Halt der Fahrt von der Stauwehrhalle nach Kirchhausen. Die Türen schwingen auf, die Wartenden an der Haltestelle betreten den Bus und stellen fest: Er ist bereits so gut wie voll. Und an den 18 Haltestellen bis hin zur Allee Post Ost in Heilbronn, wo sich das Fahrzeug in der Regel leert, quetschen sich zuverlässig weitere Passagiere rein, kaum jemand steigt aus. Es wird eng im Bus, die Menschen stehen den Gang entlang von vorn bis hinten. Beim Aussteigen zwängen sich die Passagiere durch die Menschenmassen.

Um 9.45 Uhr, sieben Minuten hinter der geplanten Ankunftszeit, hält der Bus an der Südstraße Ost. Dort wartet eine Schulklasse. Die Schüler blicken in den mittlerweile randvollen Bus und wenden sich mit fragendem, ungläubig lächelndem Blick an ihre Lehrerin. Die Klasse steigt nicht zu, sondern wartet auf den nächsten Bus.

Volle Busse trotz Taktverdichtung: Heilbronner Schulkinder verpassen Ausstieg

Solche Szenen sind auf der Linie 31 zwischen Innenstadt und Horkheim keine Seltenheit – besonders am späten Vormittag und Nachmittag. Warum in diesen Zeiten kein Gelenkbus fährt, erklärt Marco Trovato, Abteilungsleiter Fahrdienst bei den Stadtwerken Heilbronn: „In der Hauptverkehrszeit setzen wir alle verfügbaren Gelenkbusse ein, um Berufs- und Schülerverkehr zu bewältigen. Außerhalb dieser Zeiten richtet sich der Fahrzeugeinsatz nach der Nachfrage und Verfügbarkeit.“

Der Stadtbus der Linie 31 verkehrt zwischen der Heilbronner Innenstadt und Horkheim und stößt dabei oft an seine Kapazitätsgrenze.
Der Stadtbus der Linie 31 verkehrt zwischen der Heilbronner Innenstadt und Horkheim und stößt dabei oft an seine Kapazitätsgrenze.  Foto: Carsten Friese

Doch auch während der Hauptverkehrszeit am Morgen kommt es zu Problemen: Eine Leserin der Heilbronner Stimme, deren Kinder regelmäßig mit der Linie fahren, berichtet: „Meine drei Kinder steigen in der Lutzstraße in Sontheim ein und müssen am Südbahnhof West aussteigen. Mehrfach haben sie es nicht rechtzeitig herausgeschafft, weil es im Bus zu eng war.“

Baustellen, Verspätungen und Schülergruppen: Ursachen für überfüllte Busse in Heilbronn

Mögliche Gründe für die vollen Busse gibt es viele: Aktuell beeinträchtigen zahlreiche Baustellen die Linie 31. Laut Trovato führen die damit verbundenen Verspätungen dazu, dass sich bei einem 15-Minuten-Takt die Fahrgäste zweier Fahrten im selben Bus wiederfinden.

Die Haltestelle Kelter in Horkheim: Eine Station später an der Möwenstraße ist der vorfahrende Bus oft schon prall gefüllt.
Die Haltestelle Kelter in Horkheim: Eine Station später an der Möwenstraße ist der vorfahrende Bus oft schon prall gefüllt.  Foto: Pfäffle, Stefanie

Als weitere Ursache für Überfüllungen wie diese nennt Trovato unangemeldete Schülergruppen. Die Stadtwerke werben deshalb bei Schulen und Kindergärten dafür, Fahrten rechtzeitig anzumelden, um Spitzenbelastungen besser abzufangen. In aller Regel werde das auch angenommen, es komme jedoch immer wieder vor, dass sich Gruppen nicht anmelden.

Neue Haltestellen und Fahrzeuge geplant – Stadtbusse mit neuer Technik ausgestattet

Die Sontheimer Leserin verweist zudem auf den fehlenden Halt in der Lauffener Straße: „Viele ältere Menschen aus der Nachbarschaft schaffen es den Berg hinunter zur Lutzstraße, aber der Rückweg – gegebenenfalls mit Einkaufstaschen – ist beschwerlich.“ Trovato bestätigt, dass mit wachsender Bebauung im Gebiet Klingenäcker eine Neuordnung der Linien geplant sei. Dafür seien aber weitere Fahrzeuge, bauliche Anpassungen und verkehrliche Maßnahmen notwendig, damit Busse dort überhaupt fahren können. Der Halt in der Lauffener Straße sei jedoch eingeplant.

Für die Zukunft planen die Stadtwerke Verbesserungen: „Im kommenden Jahr statten wir einen Teil unserer Busflotte mit automatischen Fahrgastzählern aus. So können wir Kapazitäten besser steuern“, erklärt Trovato. „Zudem wollen wir ab Ende 2026 den Anteil der Gelenkbusse schrittweise erhöhen.“




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