Betrug mit Corona-Tests? Prozess in Heilbronn gestartet
Ein Mann soll im Landkreis Heilbronn mehrere Corona-Testzentren betrieben haben – und deutlich mehr Tests abgerechnet als durchgeführt haben. Nun ist der Betrugsprozess gestartet.
Weil er während der Corona-Pandemie Covid-19-Testungen im großen Stil gegenüber der kassenärztlichen Vereinigung (KWBW) abgerechnet haben soll, ohne sie zum größten Teil erbracht zu haben, muss sich ein 45 Jahre alter Angeklagter vor der 13. Großen Strafkammer des Heilbronner Landgerichts verantworten.
Laut Staatsanwaltschaft soll er so im Zeitraum von Juli 2021 bis Dezember 2023 monatliche Abrechnungen für knapp 200.000 Covid-19-Testungen erstellt haben. Dabei habe er Auszahlungen von mehr als 1,7 Millionen Euro generiert.
Corona-Tests in großem Stil abgerechnet, aber nicht erbracht? Prozess in Heilbronn
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Computerbetrug im besonders schweren Fall vor. Angeklagt sind insgesamt 15 Abrechnungsvorgänge, die er vom Firmensitz der Gesellschaft in Beilstein (Landkreis Heilbronn) getätigt haben soll. Der ehemalige Beilsteiner, der mittlerweile in Stuttgart lebt, räumte die Vorwürfe in der Anklageschrift und vor Gericht ein. Allerdings habe er die Kontrolle über seinen Willen verloren.
Offenbar hat der gelernte Schauspieler während der anderthalb Jahre drei Testzentren in Beilstein und eines in Bad Wimpfen betrieben. Anfangs habe er tatsächlich noch einige Test durchgeführt. Mit der Zeit habe er aber nur noch Luftbuchungen an die KVBW gemeldet.
Der Prozess wird am 19. März fortgesetzt, das Urteil soll am 24. März verkündet werden.
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