Polizei-Einsatz bei Helene-Lange-Schule in Heilbronn: Schulleitung nennt Details
Nahe der Heilbronner Helene-Lange-Schule haben sich am Montag 30 bis 40 Jugendliche versammelt. Grund war offenbar ein Streit auf Social Media. Nun sind weitere Details zu den Ereignissen bekannt.
Es klang zunächst dramatisch: Wie die Polizei berichtet, haben sich am Dienstagnachmittag 30 bis 40 Jugendliche in der Nähe der Helene-Lange-Schule in Heilbronn versammelt, um offenbar auf eine Schülerin zu warten. Laut Polizei soll es auf Social Media zu Streitigkeiten gekommen sein. „Offenbar hat sich eine der beteiligten Parteien durch Videos, die auf der Plattform TikTok veröffentlicht wurden, angegriffen gefühlt haben“, erklärt Manuel Unser, Sprecher der Polizei Heilbronn.
Annkatrin Schreck, stellvertretende Schulleiterin der Helene-Lange-Schule, ist es wichtig zu betonen, dass die Ereignisse keine direkte Bedrohung für die Schüler bedeutet haben: „Die Gruppe hat unser Schulgelände zu keinem Zeitpunkt betreten, sondern befand sich die ganze Zeit außerhalb. Zudem hat die Ansammlung nicht nur aus Schülern unserer Schule, sondern zum Großteil aus externen Jugendlichen bestanden.“ Wie die Polizei mitteilt, soll es zudem zu keinen strafrechtlich relevanten Aktionen gekommen sein. Welche Schule die Jugendlichen besuchen, sei der Polizei nicht bekannt.

Ansammlung nahe Helene-Lange-Realschule in Heilbronn: Keine Gewalt, keine Waffen
Schreck: „Zwei Schülerinnen haben uns gemeldet, dass draußen offenbar Jugendliche auf jemanden aus unserer Schule warten und Streit suchen. Daraufhin hat unser kommissarischer Schulleiter Diemo Platz die Gruppe gebeten, den Platz zu räumen. Als die Jugendlichen sich geweigert haben, hat er die Polizei gerufen.“ Diese sei dann mit zahlreichen Einsatzkräften angerückt, da die Situation zunächst unklar gewesen sei.
Annkatrin Schreck betont: „Es kam zu keiner Gewalt.“ Auch Polizeisprecher Manuel Unser bestätigt: „Die Jugendlichen waren nicht bewaffnet. Die Aussage, jemand habe ein Messer dabei gehabt, hat sich bei näherer Untersuchung als falsches Gerücht herausgestellt.“ Weitere Hintergründe des Auflaufs seien der Schulleitung nicht bekannt. Nach einem belehrenden Gespräch zwischen den Einsatzkräften und den Jugendlichen haben sich die beteiligten Personen letztendlich entfernt.
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