Heilbronner Pferdemarkt kehrt in Innenstadt zurück – Standort gesucht
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Der Heilbronner Pferdemarkt soll 2027 wieder in der Innenstadt stattfinden. Ein breites Gremium soll nun geeignete Plätze finden. Im Prinzip stehen drei Optionen zur Wahl.
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Der Termin steht bereits fest. Der genaue Standort aber offenbar noch nicht. Der Heilbronner Pferdemarkt wird vom 26. bis zum 28. Februar 2027 aber auf jeden Fall in der Heilbronner Innenstadt stattfinden. Das hatte Oberbürgermeister Harry Mergel bereits Ende Januar dieses Jahres angekündigt. Also bereits einen Monat, bevor der Traditionsmarkt erstmals am Wertwiesenpark weit außerhalb der Stadt aufgebaut worden war.
Die Entscheidung, die mit Sicherheitsgründen gerechtfertigt wurde, hatte in Heilbronn für anhaltende Kritik gesorgt. Die Stadt hatte den Schritt mit den enormen Kosten begründet, die eine Absicherung des bisherigen weitläufigen Geländes zwischen Harmonie und Oststraße gegen mögliche Terrorangriffe verursacht hätte.
Heilbronner Pferdemarkt rückt 2027 wieder ins Zentrum: Sicherheitskonzept kommt zum Tragen
Nun kehrt die traditionsreichste Heilbronner Veranstaltung, die erstmals im Februar 1770 auf den Hammelwasen beim heutigen Schießhaus gefeiert wurde, in die Innenstadt zurück. Dass der alte Standort mit seiner gesamten Größe wieder als Austragungsort gewählt wird, ist aber unwahrscheinlich, denn die Sicherheitsanforderungen haben sich nicht geändert.
Deshalb hat der Heilbronner Gemeinderat Ende Februar ein Sicherheitskonzept verabschiedet, das vorsieht, für 2,4 Millionen Euro zertifizierte Poller und mobile Sperren zum Schutz von Großveranstaltungen für die Innenstadt anzuschaffen. Es soll erstmals beim Lichterfest am 18. und 19. Juni zum Einsatz kommen.
„Die genauen Areale für den Pferdemarkt werden sich in den nächsten Monaten klären“, sagt Harry Mergel auf Anfrage. Dazu wurde Ende März ein Gremium installiert, in dem Parteien aus dem Gemeinderat, Schausteller, Stadtinitiative und die Heilbronn Marketing GmbH sitzen. „Es ist gut, dass alle dabei sind, um einen unglücklichen Verlauf wie bei der letzten Entscheidungsfindung zu vermeiden“, betont Ergjan Terzici, Co-Sprecher der Stadtinitiative Heilbronn.
Mehrere Standorte in der Innenstadt stehen zur Debatte
Dabei bleiben in Heilbronn nicht viele Möglichkeiten für einen Pferdemarktstandort, der allen Interessen gerecht wird. In der Innenstadt kämen Kilansplatz in Kombination mit dem Marktplatz und den angrenzenden Straßen und Gassen in Frage. Zweite Möglichkeit wäre die Neckarmeile mit der Oberen und Unteren Neckarstraße und der gegenüberliegenden Badstraße sowie dem Gelände rund um die Experimenta. Beide Standorte ließen sich auch kombinieren.
Austragungsorte
Der erste Heilbronner Pferdemarkt fand mit großem Erfolg 1770 auf dem sogenannten Hammelwasen beim heutigen Schießhaus statt. Er sollte das qualitativ hochwertige Heilbronner Zuchtvieh im Land bekannter machen. Mit dem Viehmarkt entwickelte sich schnell ein angeschlossener Krämer- und Handwerkermarkt, auf dem Bauern und Besucher Haushaltswaren einkaufen konnten. Im 19. Jahrhundert gewann der Heilbronner Viehmarkt, der immer am letzten Februar-Wochenende stattfand, eine zentrale Bedeutung in Nordwürttemberg. 1906 wurde der Markt, bei dem Pferde eine zunehmend wichtigere Rolle spielten, ans Wollhaus verlegt. Nach den Weltkriegen kehrte der Markt erst 1950 zurück und entwickelte sich in der östlichen Innenstadt mit bis zu 200.000 Besuchern zu einem echten Publikumsmagneten.
Auch Teile des bisherigen Pferdemarktgeländes sind denkbar. So könnte der Pferdemarkt auf dem Platz rund um Harmonie, Allee und Stadtgarten und in der Karlsstraße gefeiert werden, ohne dass das Gelände zu stark ausufert. Schwierig wird es bei allen genannten Orten einen Fun-Park zu integrieren, der in den vergangenen Jahren immer fester Bestandteil der Veranstaltung war. Der Vergnügungspark hatte vor allem jugendliche Besucher angezogen.
Stadtinitiative fordert moderne Konzepte und neue Angebote für jüngere Besuchergruppen
„Für uns als Stadtinitiative wäre die Innenstadt kombiniert mit der Neckarmeile hervorragend“, betont Ergjan Terzici. „Wichtig ist es dabei auch, durch neue Angebote neue Besucher zu gewinnen und die junge Generation mit einzubinden“, so der Vorsitzende der Stadtinitiative.
„Dazu gibt es bereits konkrete und vielversprechende Überlegungen, die derzeit ausgearbeitet werden“, unterstreicht Steffen Schoch, Geschäftsführer der HMG. Wie diese aussehen, sagt Schoch auch auf Stimme-Nachfrage nicht. Ziel sei es aber, Qualität des Krämermarktes, Angebotsvielfalt und besondere Atmosphäre weiterzuentwickeln und neue Impulse zu setzen.
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