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11.11. 11 Uhr 11

Narren starten in Heilbronn mit großem Helau in den Fasching

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Pünktlich um 11.11 Uhr begrüßen am 11.11. auf dem Heilbronner Marktplatz elf Faschingsvereine die fünfte Jahreszeit – und übernehmen symbolisch die Geschicke im Rathaus.

Eine Heerschar kleiner und großer Gardemädchen, Narren aus elf Vereinen und allen voran Agnes Christner und Uwe Horn (rechts) begrüßen den Fasching.
Foto: Ralf Seidel
Eine Heerschar kleiner und großer Gardemädchen, Narren aus elf Vereinen und allen voran Agnes Christner und Uwe Horn (rechts) begrüßen den Fasching. Foto: Ralf Seidel  Foto: Seidel, Ralf

 „Guck, da lacht sogar die Sonne“, stellt das legendäre Karneval-Batschweib Sofie, bürgerlich Ilse Hötzer, im Schatten des Robert-Mayer-Denkmals mit Blick auf das kunterbunte Treiben fest. Angeführt von Fahnenträger Dragan, gefolgt von Dutzenden kleiner und großer Gardemädchen, Tanzmariechen, langohrigen Chaostrollen und allerhand anderen mehr oder weniger verkleideten Fassebutzen, bahnen sich am Dienstagvormittag Abordnungen von ganz genau elf Faschingsvereinen in einer Art Umzug von der Experimenta über Lohtorstraße und Kieselmarkt den Weg auf den Heilbronner Marktplatz.

Unübersehbar und unüberhörbar: Zu den Klängen der gut gestimmten Guggenmusiker Glotzer Guggä aus Brackenheim wagen manche der gut 200 Narren vor dem Rathaus die ersten Polonaisen, Schunkel- und Tanzrunden der Kampagne 2025/26. Mehr oder weniger groß ist das Hallo bei Wochenmarktbesucher und Gemüsehändlern, aber auch bei zahlreichen Zaungästen auf der Rathaustreppe und am Straßenrand.

Es folgt ein dreifach kräftiges „Heilbronn, Trolli Helau!“

Doch plötzlich ist es ungewöhnlich ruhig im weiten Rund. Die Blicke richten sich auf die astronomische Rathausuhr, aufs eigene Handy oder noch besser auf die „ganz genaue Atom-Armbanduhr“ von Hans-Peter Bechtold aus Gundelsheim, wie der bestens aufgelegte CGH-Vize Michael Deininger ganz trocken anmerkt. Allen voran greift Uwe Horn, der in der Nachfolge von Uwe Bindereif bereits im Frühjahr die CGH-Präsidentschaft übernommen hat, zum Mikrophon. Der Countdown läuft. Kurz nach 11.09 Uhr rufen alle wie aus einem Mund laut „zehn, neun, acht, sieben, sechs, fünf, vier, drei, zwei, eins!“ Es folgt ein dreifach kräftiges „Heilbronn, Trolli Helau!“

Kampagnenmotto: „Fantasy und Zauberei sei mit dabei!“

Es ist soweit: Pünktlich um 11:11 Uhr wird am 11.11. mitten in Heilbronn die Faschingskampagne eröffnet. Und während plötzlich wie von Zauberhand die CGH-Symbolfigur Gigger auf einem Bollerwägelchen mit Einhorn auftaucht, tritt auch schon Kulturbürgermeisterin Agnes Christner in die imaginäre Bütt. Unter dem Kampagnenmotto „Fantasy und Zauberei sei mit dabei!“ liefert sie sich mit Uwe Horn ein gereimtes Wortduell – mit netten Anspielungen auf den Stadtsäckel und den Rathausschlüssel.

„Es warten Brezeln und Weißwürste fein, und löschen den Durst mit Bier und Wein“

 „Was soll das Getöse, was soll der Krach?“, meint Christner mit gespielter Entrüstung und ruft, „ich regier hier die Stadt, und das mit viel Macht“. Den leeren Stadtsäckel dürften die Jecken, „so wie sie halt sind, mit Münzen füllen geschwind“. Uwe Horn lässt sich nicht lumpen: „Wir machen aus nichts im Nu einen Schatz. Doch lachen wir drüber, wir nehmens nicht schwer.“ So geht das kurzweilige Gereime munter hin und her, bis der CGH-Präsident klarstellt: „Nun ziehen wir weiter, die Richtung ist hell, die Narren marschieren zum Parkhotel. Schon warten dort Brezeln und Weißwürste fein, und löschen den Durst mit Bier und Wein.“




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