Meteorit über Baden-Württemberg gesichtet: Anrufe auch bei Polizei Heilbronn
Ein Meteorit war am Sonntagabend über weiten Teilen von Baden-Württemberg zu sehen. Vor allem im Nordwesten gingen viele Anrufe der Sichtung bei der Polizei ein – auch in Heilbronn.
Am Sonntagabend hat ein hell leuchtender Meteorit viele Menschen in Westdeutschland in Atem gehalten. Auch in Baden-Württemberg war ein Feuerball am Himmel zu sehen. In der Nacht erhielt die Polizei im Nordwesten des Landes zahlreiche Anrufe zu dem mysteriösen Leuchtschein am Horizont, bestätigten die Lagezentren der Polizeipräsidien Mannheim, Heilbronn und Karlsruhe.
Eine Augenzeugin aus Öhringen berichtet gegenüber der Heilbronner Stimme: „Wir haben es auch am Himmel gesehen und uns total erschrocken. Das war so gegen 19 Uhr. Es war ultra hell und tief. Es sah echt groß aus und rot mit Schweif." Auch in Südbaden sei der Meteorit Augenzeugen zufolge zu sehen gewesen.
Augenzeugen sprechen von Leuchtball: Meteorit über Baden-Württemberg zu sehen
Bürger hätten von einem „Feuerschein am Himmel“ und einem „Leuchtball“ berichtet, so ein Sprecher der Polizei Mannheim. In den sozialen Medien meldeten sich unter anderem Augenzeugen aus Baden-Württemberg, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Nordrhein-Westfalen.
Teile des Meteoriten sind am Abend in Koblenz in Rheinland-Pfalz in ein Hausdach eingeschlagen. Verletzt wurde dabei niemand. „Personenschäden sind bisher nicht bekannt. Das Ereignis hat keinen Zusammenhang mit einer militärischen Aktivität“, betonte das Lagezentrum für Bevölkerungsschutz in Koblenz.
Trifft ein Asteroid auf die Lufthülle der Erde, zerfällt er oft in viele kleine Stücke. Manche davon verglühen, andere landen auf der Erde. Diese Brocken nennt man Meteoriten.
Meteoriten in Deutschland: Letzte Sichtung im April 2023 bei Elmshorn
Meteoriteneinschläge auf der Erde sind sehr selten. In Deutschland fielen im April 2023 bei Elmshorn mehrere Teile eines Meteoriten zu Boden. Das größte Fragment war ein rund 3,7 Kilogramm schwerer Brocken, der von Wissenschaftlern untersucht und später ausgestellt wurde. Er galt damals als der schwerste gefundene Meteorit seit rund 100 Jahren in Deutschland. Zuvor war im April 2002 in Bayern in der Nähe von Schloss Neuschwanstein ein Meteorit niedergegangen.
Ein Meteor, der im Februar 2013 nahe der russischen Millionenstadt Tscheljabinsk am Ural in der Atmosphäre zerbarst, richtete hingegen größere Schäden an. Nach früheren Angaben des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums wurden damals durch die Druckwelle mehr als 7000 Gebäude beschädigt und rund 1500 Menschen durch herumfliegende Glassplitter verletzt.
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