Bildung geht nur mit Fortbildung 

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Im September sollen 10.000 Tablets in Heilbronner Schulen ausgeteilt werden. Die digitale Bildungsoffensive funktioniert aber nur mit der richtigen Medienbildung, findet unsere Autorin.

Beim Wahlforum der Heilbronner Stimme zeigten die Möckmühler großes Interesse.
Beim Wahlforum der Heilbronner Stimme zeigten die Möckmühler großes Interesse.  Foto: Seidel, Ralf

Angekündigt ist es schon lange, jetzt hat der Gemeinderat zugestimmt, und die Bestellung geht raus: Fast 10.000 Tablets für Schüler und Lehrer wird die Stadt im Rahmen der Digitaloffensive bestellen und nach den Sommerferien in 25 Heilbronner Schulen verteilen. So viele hatten sich bei der ersten Ausschreibung gemeldet, alle werden berücksichtigt. Die restlichen zehn Schulen in städtischer Trägerschaft haben Anfang nächsten Jahres Gelegenheit, ihre Anträge zu stellen.

Für die digitale Bildung ist das ein Meilenstein. Aber die Bildungsoffensive hört nicht an der Ausgabe auf. Die beste Ausstattung nützt wenig, wenn sie nicht optimal genutzt wird. Entscheidend wird die richtige Medienbildung sein, auch und immer wieder für Lehrer. Denn nur mit der richtigen Anleitung öffnet das Tablet die Tür zur Chancengleichheit. Ohne bleibt es ein besseres Smartphone. 

Möckmühler Kandidaten hoffen auf hohe Wahlbeteiligung

In Möckmühl wird am Sonntag mit der Bürgermeisterwahl ein neues Kapitel aufgeschlagen. Drei Männer stehen auf dem Wahlzettel - auch inhaltlich haben die Möckmühler eine echte Wahl. Nach allem, was man aus der Kommunalpolitik an der Jagst hört, wird der neue Rathauschef in vielen Projekten eigene Akzente setzen können. Er wird aber auch einiges aufarbeiten müssen, was in der Vergangenheit für Unmut gesorgt hat. Umso wichtiger ist, dass die Bürger ihrem künftigen Rathauschef eine breite demokratische Basis geben. Eine Wahlbeteiligung von mehr als 50 Prozent erhoffen sich die Kandidaten.

Damit liegt die Latte zumindest im Bereich des möglichen, 54 Prozent der Wahlberechtigten gaben jedenfalls bei der Kommunalwahl vor vier Wochen ihre Stimme ab. Eine sichere Orientierung ist das aber leider nicht. In Sinsheim stimmten 58 Prozent für den Gemeinderat ab, bei der Oberbürgermeisterwahl vergangenen Woche schafften es gerade mal 36 Prozent zur Stimmabgabe. Das offensichtlich große Desinteresse ist ein Armutszeugnis, das sich hoffentlich am Sonntag an der Jagst nicht wiederholen wird.

ICE bringt den Anschluss an die große weite Welt

Heilbronn feiert den Anschluss an die große weite Welt. Der ICE hält wegen Streckensanierungen noch bis Dezember am Hauptbahnhof. Die Freude darüber ist der beste Beweis dafür, wie abgeschnitten die Region sich  fühlt. Trotzdem bleibt es eher ein Nothalt, aus dem nun eine Tugend werden soll. Jedenfalls wirbt die Stadt mit "je öfter, desto besser".

Das erfordert allerdings beim Reisenden guten Willen und ein bisschen Organisation, denn nach Hamburg beispielsweise geht es nur samstags und das auch erst ab 17. August. Zurück ist Umsteigen angesagt, was ehrlicherweise durchaus zumutbar ist. Berlin wird von Heilbronn aus hingegen täglich direkt angefahren. Das eröffnet Optionen. Ob die Bahn allerdings am Ende tatsächlich nach Fahrgastzahlen über den Streckenverlauf entscheidet, ist nicht sicher. Aber vielleicht einen Versuch wert.  




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