Stimme+
Arthaus in Heilbronn
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Kirche und Kino steht in den Startlöchern

   | 
Lesezeit  1 Min
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Karin Schüttler, Markus Wenz und Andreas Ringle lauten dieses Mal die Gesprächspartner nach den Filmen

Zuerst Kino, dann der Austausch mit Menschen des öffentlichen Lebens in Heilbronn: Das Arthaus-Team stellt die Logistik, den Saal und die Filme.
Foto: Mario Berger
Zuerst Kino, dann der Austausch mit Menschen des öffentlichen Lebens in Heilbronn: Das Arthaus-Team stellt die Logistik, den Saal und die Filme. Foto: Mario Berger  Foto: Berger, Mario

Kirche und Kino: die Reihe im Arthaus in Heilbronn, bei der bekannte Persönlichkeiten der Stadt nach dem Film zum Gespräch einladen, steht diese Mal unter der Überschrift „Schulzeit.“ Den Auftakt macht am Donnerstag, 12. Februar, Karin Schüttler, Leiterin des städtischen Schul-, Kultur-, und Sportamts, mit dem Film „Louise und die Schule der Freiheit“ gefolgt von ihrem Kollegen Markus Wenz als Leiter des staatlichen Schulamts Heilbronn mit „der Pinguin meines Lebens“ (26. Februar).

Den Abschluss bildet Baubürgermeister Andreas Ringle, der im Anschluss an „der Lehrer, der uns das Meer versprach“ mit den Zuschauern ins Gespräch kommt. „Ich habe sowas noch nie gemacht, ich habe mich gefreut über die Anfrage von Schuldekan Jürgen Heuschele“, sagt er. Von dem Film, der ihm vorgeschlagen wurde, war er gleich angetan, zumal der Film ein bisschen mit seiner eigenen Geschichte zu tun habe.

„Ich habe 1998 im Rahmen des Erasmus-Programms in Barcelona studiert, das war 24 Jahre nach Francos Tod. Und anders als in Deutschland, wo die Vergangenheit aufgearbeitet wurde, war in Spanien klar: Wir reden nicht über die Vergangenheit. Dort lief der Prozess ganz anders. Und diese Gesamtumstände stellt der Film sehr gut dar.“ Auch heute sei die Problematik sehr aktuell. „Wir müssen nur nach Amerika schauen.“ Generell denkt er gern an die Zeit zurück. „Eine andere Sprache zu lernen, selbst mal der Ausländer zu sein: Das war eine extrem interessante Erfahrung.“

Auch Karin Schüttler geht besonders in der “dunklen Jahreszeit“ gern ins Kino. „Louise und die Schule der Freiheit“ empfiehlt sie sehr: „Der Film ist eine bewegende Tragik-Komödie. Im Mittelpunkt steht die Geschichte einer Frau, die von einer besseren Welt durch Bildung für alle träumt. Sie zeigt die Einführung des kostenlosen Schulbesuchs Ende des 19. Jahrhunderts.“ Louise sei eine Lehrerin, die sich für Bildungschancen einsetzt. Die ländliche Umgebung steht aber zunächst allem Neuen negativ gegenüber.

Fast schon berufliche Ambitionen in Sachen Film hatte einst Markus Wenz. „Ich war schon immer an Film und Bild interessiert und wollte sogar an der Filmhochschule studieren“, sagt er. Sein Fazit: „Es gibt nicht so wahnsinnig viele Filme, die ein so wichtiges, schwieriges und leider heute auch wieder besonders aktuelles Thema in scheinbar leichter, attraktiver Weise aufnehmen. Der Film „Der Pinguin meines Lebens“ gehört für mich dazu“, sagt er.

Karin Schüttler vom städtischen Schul-, Kultur- und Sportamt.
Karin Schüttler vom städtischen Schul-, Kultur- und Sportamt.  Foto: privat
Markus Wenz vom staatlichen Schulamt.
Markus Wenz vom staatlichen Schulamt.  Foto: privat
Bürgermeister Andreas Ringle.
Bürgermeister Andreas Ringle.  Foto: Fotoatelier M



Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben