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Heilbronner Kinderschutzbund hat neue Geschäftsführerinnen: Herzblut und Professionalität

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Veronika Siller und Martina Grön haben seit über zehn Jahren den Heilbronner Kinderschutzbund geleitet. Nun wurden sie verabschiedet und ihre Nachfolgerinnen Tatjana Fink und Jutta Räbiger eingeführt.

Die Fackel gaben Veronika Siller (rechts) und Martina Grön (links) an ihre Nachfolgerinnen Tatjana Fink (Zweite von rechts) und Jutta Räbiger weiter.
Die Fackel gaben Veronika Siller (rechts) und Martina Grön (links) an ihre Nachfolgerinnen Tatjana Fink (Zweite von rechts) und Jutta Räbiger weiter.  Foto: Simon Bitsch

Auch wenn der Rückzug von Veronika Siller und Martina Grön als Geschäftsführerinnen des Kinderschutzbundes Heilbronn schon lang vorbereitet war, flossen am Freitag bei der feierlichen Verabschiedung der beiden die Tränen. Viel Dankbarkeit drückten die zwei Sozialpädagoginnen ihrem Team, ihren Kooperationspartnern, Spendern und allen Unterstützen entgegen aus.

Symbolisch überreichten Siller und Grön bei der Veranstaltung im „Storchennest“ des Vereins das Kinderschutzbund-Feuer an ihre Nachfolgerin Tatjana Fink und ihre künftige Stellvertreterin Jutta Räbiger.

Das Duo wird einen Kinderschutzbund führen, der nicht mehr wiederzuerkennen ist, als der Verein, dessen Führung ihre Vorgängerinnen vor über zehn Jahren übernommen haben. Das große Wachstum und die Weiterentwicklung des Vereins mit hoher Professionalität lobte der frühere Heilbronner Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach in einem Grußwort, das er zur Verabschiedung sprach. 

Die elektrische Fackel, die Veronika Siller und Martina Grön als Kinderschutzbund-Feuer an ihre Nachfolgerinnen überreichten, wurde für die Veranstaltung neu eingeführt. „Wir haben so für den Kinderschutzbund gebrannt“, erklärte Grön das Symbol. „Das Kinderschutz-Feuer steht für ganz viel Herzblut und hohe Kompetenz, die es für den Job auch braucht“, sagt die scheidende Geschäftsführerin. 

Kinderschutzbund Heilbronn: Tatjana Fink ist neue Geschäftsführerin

Die künftige Geschäftsführerin Tatjana Fink ist neu im Kinderschutzbund Heilbronn, doch mit den Projekten des Vereins vertraut. Zuletzt war die Diplom-Sozialpädagogin Abteilungsleiterin für Kitas bei der Stadtverwaltung Neckarsulm und kannte daher zum Beispiel das Familiencafé „Pünktchen“ des Kinderschutzbundes.

Als die Stelle im Sommer ausgeschrieben war, sagte sich Fink: „Es ist Zeit was Neues zu machen.“ Sie freue sich auf ihr spannendes neues Aufgabenfeld. Es gebe „viel zu tun in der heutigen Zeit“, sagte Fink. Sie sei aber begeistert, mit dem Kinderschutzbund nun Projekte nah an den Bedarfen von Kindern und Familien orientiert umzusetzen. 

Neue stellvertretende Geschäftsführung im Kinderschutzbund ist schon lange dabei

Ihr zur Seite steht als Stellvertreterin Jutta Räbiger. Vor 13 Jahren erstmals an einem Projekt im Verein engagiert und seit neun Jahren fest angestellt, ist Räbiger heute dienstälteste hauptamtliche Pädagogin beim Kinderschutzbund. Für den Kinderschutzbund entwickelte sie die Beratung zu Schutzkonzepten und Gefährdungseinschätzungen für Vereine und Institutionen. Dort gebe es mittlerweile einen richtigen Markt, berichtete Räbiger, diese Konzepte zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt zu erstellen. Das möchte sie nun auch mit ihrer neuen Position stärken.

Mit ihrem langjährigen Engagement bringe Räbiger zudem das Wissen über den „Spirit“ oder den „besonderen Haufen“, wie sie selbst das enge Team im Verein beschreibt, mit. Dabei ergänzt sie sich mit Fink, die neu zum Verein stieß. 

Für Veronika Siller wurde der Abschied von ihrer Rolle als Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes „realer“, wie sie sagt. Zwar ist ihr Rückzug seit April schon vorangeschritten, doch durch die Veranstaltung am Freitag sei ihr ihr Gehen nochmal bewusst geworden. Von ihrem Team Abschied zu nehmen, falle ihr am schwersten.

Ehemalige Geschäftsführerin des Heilbronner Kinderschutzbunds setzt ihr Engagement fort

Nach der längeren Phase des schrittweisen Übergangs war auch Martina Grön froh, dass es nun einen Schluss gibt und sie endgültig in einen neuen Lebensabschnitt starten kann. Offiziell wurde ihr Ruhestand verkündet, doch die 67-Jährige ist noch nicht fertig mit ihrem sozialen Engagement. Da sie nun nicht mehr für ihren Lebensunterhalt arbeiten müsse, habe sie jetzt Zeit für weiteren Einsatz. „Wie geil ist das?“, sagte Grön.

Dem Verein „Das kleine Mitgefühl“, in dem sie und Siller engagiert sind, schenke sie nun ihre Aufmerksamkeit. Ihre Losung dazu: „Ich möchte Mitgefühl verschenken, weil es die Welt ein kleines bisschen schöner macht.“ Dies gefiel auch Helmut Himmelsbach, der dieses Statement zu Gröns zukünftigem Einsatz in seinem Grußwort besonders hervorhob.




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