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Heilbronner Architekturgespräche eröffnet: Ipai-Campus nimmt Gestalt an

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Architektin Christine Sohar vom renommierten MVRDV-Büro sprach im Heilbronner Ipai über zukunftsweisende Architektur und die Planung des Campus.

So stellen sich die Architekten den Ipai-Campus bei Heilbronn-Neckargartach vor.
So stellen sich die Architekten den Ipai-Campus bei Heilbronn-Neckargartach vor.  Foto: ©IPAI/MVRDV

So rund wie der Apple-Campus und Stonehenge, mit Grünflächen und abwechslungsreichem Terrain, wie es moderne Campi bieten – und im Herzen von allem: eine internationale KI-Hochburg. So lautet das Rezept des MVRDV-Architekturbüros, um den Ipai-Campus erfolgreich und ikonisch umzusetzen.

Ipai-Campus nimmt Gestalt an – Heilbronner Architekturgespräche eröffnet

Christine Sohar von MVRDV eröffnete gestern Abend im Ipai die Heilbronner Architekturgespräche 2026. Die Architektin aus Rotterdam stellte ihr internationales Büro vor: 250 Mitarbeitende, zu 75 Prozent Frauen, mit fünf Büros und über 1000 Projekten in 47 Ländern. Bekannte Bauten wie die Markthalle in Rotterdam oder der Niederlande-Pavillon der Expo 2000 in Hannover prägen das Portfolio. Die hybride Veranstaltung war vor Ort ausgebucht, weitere Interessierte waren per Livestream zugeschaltet.

Im Fokus des Abends stand der Ipai-Campus, den MVRDV 2023 im Wettbewerb gewonnen hat. „Ein Weltklasse-Campus mit Persönlichkeit“, betonte Sohar. Vier Ansätze prägten ihre Präsentation: einzigartige Räume für Wiedererkennung und Verbundenheit, ein menschenzentriertes Design, das kurios, inspirierend, mutig und visionär ist. Das Zentrum für Künstliche Intelligenz soll offen und einladend wirken – mit Labs, in denen auch handwerklich entwickelt wird, ergänzt durch Büro- und Wohnflächen.

Architektin Christine Sohar sprach im Heilbronner Ipai über zukunftsweisende Architektur und die Planung des Campus.
Architektin Christine Sohar sprach im Heilbronner Ipai über zukunftsweisende Architektur und die Planung des Campus.  Foto: Dennis Frank

Die kreisförmige Struktur soll in Zukunft Mensch, Technik und Natur verknüpfen: „Die Kreisform ist ikonisch, wie bei  Stonehenge – und modern und smart wie der Apple-Campus“, sagte Sohar. So genannte Pocket Parks, kleine Parkflächen, sollen als Treffpunkte zum Entspannen, für Sport und Austausch dienen. Und die Promenaden sollen für Biodiversität sorgen: „Ganz, ganz wichtig: Habitate für Vögel, Reptilien und Insekten“, unterstrich Sohar. Ein Videoeinblick zeigte die grüne, soziale Vision auf 30 Hektar.

Künstliche Intelligenz und belebte Atmosphäre – Heilbronner Ipai-Campus nimmt Gestalt an

Zum Abschluss des Abends stellte sich Christine Sohar den Fragen aus dem Publikum und dem parallel laufenden Livestream-Chat. Auf die Frage, wie sehr KI bereits in den Bau eines KI-Campus einfließe, antwortete sie: „Künstliche Intelligenz ist sehr wichtig für die Zukunft. Wir haben diese Möglichkeit im Blick und spielen immer mit dem Gedanken.“

Auch die Frage nach leeren Abenden auf Campi durch fehlende Gastronomie und Angebote kam auf. Laut Sohar soll durch das Angebot für kurzfristiges Wohnen, Cafés und Geschäfte eine belebte Atmosphäre entstehen. Wolf-Dieter Sprenger, Abteilungsleiter Projektmanagement bei der Stadtsiedlung Heilbronn, war Gast des Architektengesprächs und zeigte sich begeistert vom Campus-Konzept: „Große Vielfalt und Freiräume – man spürt das Campus-Gefühl.“




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