Kein Kuschelkurs mit Regel-Verächtern nach Böller-Chaos in Heilbronn
In Heilbronn haben junge Männer öffentliche Plätze in ein Chaos verwandelt und dabei Menschen gefährdet. Das darf für sie nicht ohne Konsequenzen bleiben, meint unser Autor.
Gruppen junger feixender Männer lassen in unmittelbarer Nähe von Zuschauern und Polizei Böller und Raketen los. Viele der Geschosse werden gezielt zwischen kleine und große Beine geschleudert. Und das alles trotz eines umfassenden Böllerverbots in Heilbronn.
Die Polizei ist vor Ort, zeigt Präsenz und zieht einzelne der meist vermummten Personen heraus. Doch es bleibt bei Ermahnungen. Dem Bürger bleibt nur Kopfschütteln. Was läuft falsch in unseren öffentlichen Räumen? Die jungen Männer grinsen nur deshalb die Polizei so frech an, weil sie aus der Gruppe heraus handeln und keine ernsten Konsequenzen befürchten müssen.
Silvester in Heilbronn: Chaoten ziehen Redliche mit rein
Und ja, auch das gehört zur Wahrheit: Die Mehrheit der auffälligen Pyrofreunde ist südländischen Phänotyps. Natürlich ist es falsch, deshalb eine ganze Bevölkerungsgruppe pauschal unter Generalverdacht zu stellen. Die ganz überwiegende Mehrheit der Menschen ist friedlich und kooperativ. Aber die paar jungen Chaoten ziehen die vielen Redlichen mit rein. Das ist ungerecht.

Als sicherheitspolitischer Laie Tipps zu geben, wäre vermessen. Klar ist aber auch: Wer sich nicht an die Spielregeln hält, in diesem Fall das Böllerverbot, der muss ernsthafte Konsequenzen zu spüren bekommen, wie es öffentlich angekündigt war.
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joerg.kuehl@stimme-mediengruppe.de
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