Kein Kuschelkurs mit Regel-Verächtern nach Böller-Chaos in Heilbronn
In Heilbronn haben junge Männer öffentliche Plätze in ein Chaos verwandelt und dabei Menschen gefährdet. Das darf für sie nicht ohne Konsequenzen bleiben, meint unser Autor.
Gruppen junger feixender Männer lassen in unmittelbarer Nähe von Zuschauern und Polizei Böller und Raketen los. Viele der Geschosse werden gezielt zwischen kleine und große Beine geschleudert. Und das alles trotz eines umfassenden Böllerverbots in Heilbronn.
Die Polizei ist vor Ort, zeigt Präsenz und zieht einzelne der meist vermummten Personen heraus. Doch es bleibt bei Ermahnungen. Dem Bürger bleibt nur Kopfschütteln. Was läuft falsch in unseren öffentlichen Räumen? Die jungen Männer grinsen nur deshalb die Polizei so frech an, weil sie aus der Gruppe heraus handeln und keine ernsten Konsequenzen befürchten müssen.
Silvester in Heilbronn: Chaoten ziehen Redliche mit rein
Und ja, auch das gehört zur Wahrheit: Die Mehrheit der auffälligen Pyrofreunde ist südländischen Phänotyps. Natürlich ist es falsch, deshalb eine ganze Bevölkerungsgruppe pauschal unter Generalverdacht zu stellen. Die ganz überwiegende Mehrheit der Menschen ist friedlich und kooperativ. Aber die paar jungen Chaoten ziehen die vielen Redlichen mit rein. Das ist ungerecht.

Als sicherheitspolitischer Laie Tipps zu geben, wäre vermessen. Klar ist aber auch: Wer sich nicht an die Spielregeln hält, in diesem Fall das Böllerverbot, der muss ernsthafte Konsequenzen zu spüren bekommen, wie es öffentlich angekündigt war.
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joerg.kuehl@stimme-mediengruppe.de
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Kommentare
Rolf Rampp am 02.01.2026 17:37 Uhr
Meiner Meinung nach kann man Verbote nur erlassen, wenn die konsequente Durchsetzung gewährleistet ist, ansonsten erscheint das Sinnfrei. Das wäre die Frage an die Stadt Heilbronn ob man überhaupt die Durchsetzung des Böllerverbots geprüft hat?
Hat man auch im Vorfeld Absprachen mit den exekutiven Behörden getroffen?
Beim widerrechtlichen Parken wird sofort ein Strafzettel erteilt kaum hat man sich umgedreht, wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit?
Solches Vorgehen spielt den staatskritischen Parteien in die Hände und hilft nicht für die Akzeptanz des Staatsapparats, gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, zu sorgen.
Jürgen Stegmüller am 02.01.2026 08:12 Uhr
Wenn den Tätern keine Konsequenzen drohen, wird man hier keine Chance haben das in den Griff zu bekommen. In einem Land in dem es Regeln gibt muss man diese einhalten und dies muss auch sanktioniert werden. Es kann nicht sein, dass Mensch und Tier gefährdet werden und nichts passiert dagegen. Gesetze und Regeln gelten für alle.