Jugend forscht gastiert wieder in Heilbronn: Wer schafft es ins Bundesfinale?
Kluge Köpfe aus ganz Baden-Württemberg zeigen am Samstag in Heilbronn beim Landesfinale von Jugend forscht ihre Erfindungen. Am Donnerstag waren sie auf dem Techcampus der Hochschule Heilbronn zu Besuch.

Unter dem Motto „Macht aus Fragen Antworten“ findet am Samstag, 5. April, die Siegerehrung des 60. Landeswettbewerbs Jugend forscht Baden-Württemberg statt. Die Hochschule Heilbronn (HHN) ist an ihrem Standort Bildungscampus Austragungsort. Dort stellen die Jugendlichen am Samstag ihre Forschungsprojekte der Jury vor und können sich mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern austauschen.
Über 100
Bereits am Donnerstag waren die Nachwuchsforscher auf dem Techcampus der Hochschule in Sontheim zu Besuch. Über 100 Jugendliche durften verschiedene Labore und Stationen erkunden und Wissenschaftler bei der Arbeit erleben. Im Otto Rettenmaier-Forschungslabor, das sich auf Robotik und Industrie 4.0 spezialisiert hat, zeigte Benedict Bauer, wissenschaftlicher Mitarbeiter der HHN, eine Modellfabrik und mobile Roboter auf Rädern.

Emilia Kress aus Aalen freut sich über das Programm in Heilbronn. „Es ist alles viel größer als beim Regionalwettbewerb“, fasst die 15-Jährige zusammen. Die anderen Forscher und ihre Projekte kennenzulernen, sei beeindruckend. Sie selbst tritt am Samstag mit ihrer Erfindung „EasyScan“ an, einer Konstruktion für Handys, die 3D-Objekte scannt.
Nour Al Chibani aus Pforzheim ist mit seinen Teammitgliedern Nelson Fritz und Abdulhadi Fadlyeh dabei. Die drei Jugendlichen haben eine Bodenproben-Simulation entwickelt, mit der Messwerte über große Entfernungen hinweg analysiert werden können. Der erste Eindruck von Heilbronn begeistert Nour Al Chibani: „Die Stadt sieht modern und sehr schön aus“, so der 19-Jährige.
Einige Projekte von Forschern aus Heilbronner Raum vertreten
Auch aus dem Heilbronner Raum sind jede Menge Ideen vertreten. Armin Bakhtiyari (18) von der Christiane-Herzog-Schule Heilbronn etwa untersucht den Einfluss der Pestizide Glyphosat und Pelargonsäure auf die Artenvielfalt im Boden. Während Glyphosat im Verdacht steht, das Immunsystem von Insekten zu schwächen, wird Pelargonsäure als mögliche umweltfreundlichere Alternative diskutiert.
Maximilian Hauser (17) und David Keitel (18) von EBM-Papst entwickeln einen innovativen Fräsmaschinenschutz, der bei Körperkontakt automatisch eine Notabschaltung auslöst. Diese Technologie soll das Verletzungsrisiko bei der Arbeit mit Fräsmaschinen erheblich reduzieren. Ein Verfahren namens „CHEM BOND“, an dem die 18-jährige Eleena Knapp mit der Partnerinstitution Jugendforschungszentrum Heilbronn forscht, könnte Wüstensand für die Bauindustrie nutzbar machen.
Bundesfinale findet vom 29. Mai bis 1. Juni in Hamburg statt
„Die Qualität der Projekte unterstreicht den wissenschaftlichen Anspruch von Jugend forscht. Mit ihrem Engagement, ihren innovativen Ideen und praktischen Lösungsvorschlägen machen uns die Jugendlichen Mut für die Zukunft“, wird Landeswettbewerbsleiter Heiko Stangl in einer Pressemitteilung der Heilbronner Experimenta zitiert.
„Wir sind gespannt auf die Präsentation ihrer Projekte und drücken die Daumen.“ Die in Heilbronn erfolgreichen Nachwuchsforscher treten beim Bundesfinale vom 29. Mai bis 1. Juni in Hamburg an.
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