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Inklusion: Vielfalt gehört in die Regelschulen

  
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Die Stärke einer Gesellschaft zeigt sich in ihrem Umgang mit den Schwächsten.

Kinder mit Förderbedarf werden in Regelschulen oder in Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren unterrichtet.
Kinder mit Förderbedarf werden in Regelschulen oder in Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren unterrichtet.  Foto: Jonas Güttler

Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) haben genauso ihre Berechtigung wie Inklusion an Regelschulen. Kinder mit Förderbedarf brauchen beides. Weil nicht für alle Schüler der Unterricht mit den Freunden aus der Nachbarschaft der richtige Weg ist, benötigen sie die besondere Unterstützung an den SBBZ.

Doch egal ob Inklusion oder SBBZ: Schon viel zu lange beklagen Lehrer, dass für beides das Personal fehlt. Das Land will Abhilfe schaffen. Ob alle Maßnahmen aber tatsächlich den gewünschten Erfolg bringen, werden die nächsten Jahre zeigen.

Darin liegt wie auch in anderen Bereichen das Problem: Um mehr Personal in die Schulen zu bringen, braucht es einen langen Atem. Wer jetzt mit dem Studium beginnt, hat das Klassenzimmer längst nicht erreicht. Das System Schule hat diese Zeit. Die Kinder, die aktuell den Unterricht besuchen, haben sie nicht. Sie bekommen nur die Förderung, die es derzeit geben kann.

Aufgrund der Lücken in den Lehrerzimmern bleiben leider zu oft die schwachen Schüler auf der Strecke. Inklusion ist eine Bereicherung an allen Regelschulen. Sie darf nicht daran scheitern, dass die umfassende Unterstützung ausbleibt. Die Gesellschaft lebt von der Vielfalt der Menschen, und die gehört in die Bildungsstätten.




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