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Impulse gehen von Heilbronn nach Berlin

  
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Viele Bundespolitiker sind derzeit zu Gast in der Region, um sich selbst ein Bild von der Entwicklung Heilbronns zu machen. Vorreiter ist die Stadt zum Beispiel in Sachen digitaler Bildung an Schulen.

Von Tanja Ochs
Bundesministerin Karin Prien und Innenminister Thomas Strobl haben über Bildungspolitik diskutiert. Nicht ohne Grund in Heilbronn.
Bundesministerin Karin Prien und Innenminister Thomas Strobl haben über Bildungspolitik diskutiert. Nicht ohne Grund in Heilbronn.  Foto: Mario Berger

Die Politprominenz gibt sich derzeit in der Region die Klinke in die Hand. Kanzler, Ministerpräsidenten, Minister, Parteivorsitzende, Spitzenkandidaten. Im Wahlkampf nicht ungewöhnlich und doch bei dieser Landtagswahl besonders ausgeprägt. Das liegt wohl daran, dass Heilbronn inzwischen auch außerhalb von Baden-Württemberg keine Unbekannte mehr ist. Im Gegenteil, was hier passiert, wird wahrgenommen – auch wenn es vor Ort vielleicht noch gar nicht ausreichend verstanden wird. Wie das eben so ist mit dem Propheten im eigenen Land.

Fortschritt durch private Finanzierung

Die Dynamik der Entwicklung sucht ihresgleichen. Verständlich, dass viele Politiker gerade vor einer Wahl etwas vom Glanz der Innovationskraft abhaben möchten. Dabei sollte es jedem politischen Entscheider zu denken geben, dass Fortschritt in der Heilbronner Geschwindigkeit offenbar nur durch private Finanzierung möglich ist. Bundesbildungsministerin Karin Prien begrüßt solche Beteiligungen, weiß aber auch, dass damit nicht dauerhaft das Bildungssystem finanziert werden kann.

Bessere Bildung im Sinne der Schüler

Entscheidend ist aber, dass alle profitieren von Vorreitern wie in Heilbronn. Prien betont nicht ohne Grund, dass die Impulse vom Bildungscampus durchaus bis Berlin reichen. Dabei geht es gar nicht so sehr um die digitalen Endgeräte, um die andere Schulen die Heilbronner trotzdem beneiden. Es geht vor allem um die wissenschaftliche Begleitung durch ein ganzes Ökosystem, das sich bessere Bildung im Sinne der Schüler auf die Fahnen geschrieben hat. Öffentlichkeitswirksam ein Verbot von Social Media zu fordern, bringt nämlich wenig, wenn nicht gleichzeitig Verständnis und verantwortungsvoller Umgang gelehrt werden.    




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