Der Techcampus der Hochschule Heilbronn in Sontheim präsentiert sich bei einem Techday am Freitag, 16. Mai, 14 bis 19 Uhr. Auf die Besucher warten zahlreiche Themeninseln, die Einblicke bieten in Bereiche Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit, Produktion, Mobilität, Robotik, Innovation, Gaming und Gesundheit.
Hochschule Heilbronn: „KI und Industrielle Digitalisierung“ soll als eigener Schwerpunkt kommen
Die Hochschule Heilbronn (HHN) und die Optima Pharma GmbH unterzeichnen weitreichende Kooperationsvereinbarung. Es ist die erste in dieser Art für die Wissenschaftler.

Die Hochschule Heilbronn (HHN) versteht sich als Hochschule der Region. Die Wissenschaftler stehen den Unternehmen in der Region als Ansprechpartner zur Verfügung - so wie die anderen Akteure auf dem Bildungscampus in Heilbronn. Zusammenarbeit mit Firmen gehören zum Alltag der HHN, die Kooperation mit Optima Pharma GmbH aus Schwäbisch Hall ist aber einzigartig. Mit ihr betritt die Hochschule Neuland.
Die Studenten bekommen einen Einblick in das Unternehmen, die Firma Zugang zur Hochschule und potenziellen Fachkräften: Durch die Kooperation sollen beide Seiten voneinander profitieren, sagt HHN-Professor Thomas Pospiech, der sowohl als Professor an der HHN sowie bei dem Schwäbisch Haller Unternehmen tätig ist. Die Optima-Gruppe bezeichnet sich unter anderem als ein weltweit führendes Unternehmen der Abfüll- und Verpackungstechnik. „Wir wollen gegenseitig voneinander lernen“, sagt er.
Hochschule Heilbronn und Optima Pharma kooperieren: Es geht auch um Industrieroboter
Thomas Pospiech ist Professor für Regelungstechnik, Steuerungs- und Automatisierungstechnik - denkbar für ihn ist einiges. Optima Pharma kann sich beispielsweise mit Fragestellungen zu Industrierobotern an die Experten am Techcampus in Heilbronn-Sontheim wenden. „Die Pharmabranche ist etwas Besonderes“, sagt er.
Es wird sogar ein gemeinsames Zentrum für Industrielle Digitalisierung und Automatisierung am Heilbronner Institut für Technologie gegründet. Die Stelle solle dabei allen Unternehmen offen stehen, nicht nur Optima Pharma, betont Thomas Pospiech. In diesem Zentrum sollen nach Angaben der Hochschule Studenten und Wissenschaftler praxisnahe Forschungsprojekte in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung durchführen.
Neuer Studiengang in Heilbronn? Gremien befassen sich mit „Künstliche Intelligenz und Industrielle Digitalisierung“
Parallel dazu ist Thomas Pospiech schon lange damit beschäftigt, einen neuen Studiengang „Künstliche Intelligenz und Industrielle Digitalisierung“ zu etablieren. Den hätte es auch ohne die Kooperation gegeben, betont der Professor. Nun ergänzt sich beides. Mit den finalen Entscheidungen in Gremien der Hochschule Heilbronn rechnet er in den nächsten Wochen, dann können sich die ersten Studenten im Wintersemester 2025/2026 darin einschreiben.
Schon länger bedauern die Verantwortlichen der Hochschule, dass die technischen Studiengänge weniger stark nachgefragt sind. Thomas Pospiech hofft, mit dem neuen Studiengang sowie der Kooperation den Nachwuchs dafür gewinnen zu können. Durch die Zusammenarbeit würden Herausforderungen der Industrie in der Lehre integriert, Bachelor- und Masterarbeiten sollen vermehrt mit Optima entstehen. Zuversichtlich betont er: „Das wird einen ordentlichen Push geben.“
Der Studiengang soll nach Angaben der Hochschule im kooperativen Modell angeboten werden – man kann bei Optima arbeiten und an der Hochschule Heilbronn studieren. Auch ein Promotionsstipendium gibt es. Laut Pressemitteilung fördert Optima zunächst für die Dauer von drei Jahren eine wissenschaftliche Promotionsstelle an der HHN.
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