Seit 75 Jahren hat die Heilbronner Stimme ihren Stammsitz an der Allee 2 in Heilbronn
Am 28. März 1946 erschien die erste Ausgabe der Heilbronner Stimme. Seit dem Oktober 1950 ist die Allee 2 der Stammsitz des Medienunternehmens. Ein Blick zurück auf die Anfänge und die Veränderungen des markanten Gebäudes im Herzen Heilbronns.

Vor mehr als 79 Jahren entsteht in Heilbronn nach der Entscheidung der US-Militärbehörde eine freie und unabhängige Presse. Im März 1946 erhalten Paul H. Distelbarth und Hermann Schwerdtfeger von der US-Militärregierung bei einem Festakt im Heilbronner Schießhaus die Lizenz zur Herausgabe der Heilbronner Stimme. Es ist der Beginn der Vision von einer dauerhaften Demokratie.
Heilbronner Stimme: Umzug von der Allee 40 an die Allee 2
Freie Presse, Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt – unverzichtbare Bestandteile der Demokratie – mussten nach zwölf Jahren Diktatur erst einmal errungen werden. Kurz nach der Stunde Null erheben die Zeitungsmacher im Nachkriegsdeutschland ihre journalistischen Stimmen. Die erste Ausgabe der Heilbronner Stimme erscheint am 28. März 1946.
Wer kann sich heute noch vorstellen, dass die Anfänge der Heilbronner Stimme in einer Scheune in Großgartach waren, wo eine nur halbwegs funktionstüchtige Druckmaschine stand. Von den kleinen Anfängen ging es zunächst an die Allee 40, wo sich der damals noch junge Verlag die Rotation mit dem „Neckar Echo“ teilen musste.
Am 1. Oktober 1950 bezieht das Unternehmen das erste eigene Verlags- und Druckgebäude am heutigen Standort Allee 2, bis heute der Stammsitz der jetzigen Stimme Mediengruppe. Bei dem Bau von einst bleibt es nicht, 1957 wird das Stimme-Hochhaus fertiggestellt, es hat neun Stockwerke und zwei Tiefgeschosse. Etwa zehn Jahre später folgte mit der Investition in eine neue Rotation das hintere Gebäude zur Wollhausstraße.
Stimme-Hochhaus in Heilbronn: Umfangreiche Sanierung im Jahr 2020 gestartet
Das Stimme-Hochhaus war damals das erste hohe Gebäude der Stadt. Ein Signal, dass der Verlag den zerbombten Stolz in Heilbronn wieder aufbauen wollte. Bis heute ist das Gebäude eines der markantesten der gesamten Stadt. Damit das so bleibt, wurde es im Jahr 2020 wieder umfangreich saniert. Die Idee war seinerzeit, dem relativ alten Haus eine neue Identität zu geben: weniger Farbe, mehr Schlichtheit und Modernität. Das bisher typische Blau kommt seitdem nur noch unten, im Bereich des Eingangs, zum Einsatz.

An den Wänden des bis zu 33 Meter hohen Stammsitzes der Heilbronner Stimme dominieren nun die Farbtöne Basaltgrau und Weiß. Optisches und architektonisches Highlight ist die silberne, dreidimensionale Verkleidung des Treppenhauses in der Synagogengasse. Damit nicht genug: Derzeit laufen die letzten Arbeiten zur energetischen Sanierung der Außenfassaden aller Gebäudeteile.


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