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Heilbronner Städtepartnerschaften: CDU hat Meran und Las Palmas im Auge

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Heilbronn unterhält derzeit mit sechs Städten in sechs Ländern partnerschaftliche Beziehungen. Nicht alle Verbindungen funktionieren. Die Heilbronner CDU-Fraktion fordert, die Städtepartnerschaften auf den Prüfstand zu stellen und neu auszurichten. Welche Kriterien dabei zugrunde gelegt werden.

Heilbronn hat bereits einige Partnerstädte. Wenn es nach der CDU geht, sollen noch weitere dazu kommen.
Heilbronn hat bereits einige Partnerstädte. Wenn es nach der CDU geht, sollen noch weitere dazu kommen.  Foto: Mario Berger

Mit sechs Städten in sechs Ländern pflegt Heilbronn derzeit Partnerschaften: Béziers in Frankreich, Frankfurt (Oder), Slubice (Polen), Solothurn (Schweiz), Stockport (England) und Noworossijsk (Südrussland). Mit Leben erfüllt sind diese Verbindungen jedoch höchst unterschiedlich.

So liegen beispielsweise die Beziehungen ins südfranzösische Béziers weitgehend auf Eis, seit der rechtsextreme Robert Ménard Bürgermeister der Stadt ist. Dabei ist die Partnerschaft, die 1965 besiegelt worden war, die älteste Städteverbindung. Seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine herrscht auch mit Noworossijsk am Schwarzen Meer Funkstille. Aber auch mit Frankfurt (Oder), Slubice und Stockport ist die Bande abgekühlt.

Mit einer Suppenküche fing alles an

Lediglich mit Solothurn wird ein reger Austausch gepflegt. Die Kontakte zwischen beiden Städten reichen allerdings schon bis ins Jahr 1924 zurück, als der Kanton Solothurn in Heilbronn für die notleidende Bevölkerung eine Suppenküche eingerichtet hatte.

Aufgrund dieser Erfahrungen fordert jetzt die CDU-Gemeinderatsfraktion von der Verwaltung eine Überprüfung der Städtepartnerschaften auf die jährlichen Inhalte. Für Stadtrat Thomas Aurich muss dabei auch die Frage beantwortet werden, ob es nicht an der Zeit sei, einzelne Städtepartnerschaften zu beenden und neue zu beginnen. Für ihn ist klar: „Nur so lassen sich heute Austausche optimieren und die Zahl der individuellen Besucher maximieren.“

Die Partnerstädte sollten gut erreichbar sein

Bei der Auswahl sind folgende Kriterien für die CDU wichtig: Die Partnerstadt sollte gut per Bahn oder Flugzeug erreichbar sein, die Kosten für die Reise und den Aufenthalt sollten angemessen sein, die Stadt sollte Sehenswürdigkeiten, kulturelle Angebote und Freizeitmöglichkeiten bieten und die Kommunikation sollte möglichst unkompliziert sein.

Als Beispiele für mögliche neue Städtepartnerschaften nannte Aurich Meran in Südtirol und Las Palmas auf Gran Canaria: „Meran ist eine kulinarische Beispielregion in Europa und zugleich ein Wander- und Mountainbikeparadies. Die Vorzüge von Las Palmas liegen auf der Hand: Lage am Meer und das ganze Jahr angenehmes Klima mit Temperaturen zwischen 20 und 27 Grad“. Dass Heilbronn für Meran und Las Palmas interessant sein könnte, glaubt auch Stadtrat Christoph Troßbach: „Wir haben zum Beispiel die Experimenta und die Neckarmeile, aber auch das Umland bietet mit Tripsdrill oder dem Auto- und Technikmuseum in Sinsheim interessante Freizeitmagnete.

Beziehungen zu Noworossijsk beenden

Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Thomas Randecker sind Städtefreundschaften wichtig, um Begegnungen und Kontakte zwischen den Bürgern aktiv zu fördern: „Das ist beispielsweise mit dem russischen Noworossijsk nicht der Fall. Wir sollten die Partnerschaft nicht nur ruhen lassen, sondern ganz aufgeben.“




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