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Grundschulen verstehen sich als Familie: Besondere Kooperation soll Kindern zugute kommen

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Lange verstanden sich Schulleiter als Einzelkämpfer. Mit Corona hat sich das geändert. Die Akademie für Innovative Bildung und Management (AIM) in Heilbronn begleitet ab Donnerstag (12. März) eine noch intensivere Form des Netzwerkens.

Grundschulen in Heilbronn und im Landkreis beginnen eine neue Form der Kooperation. Unterstützt werden sie von der Akademie für Innovative Bildung und Management.
Grundschulen in Heilbronn und im Landkreis beginnen eine neue Form der Kooperation. Unterstützt werden sie von der Akademie für Innovative Bildung und Management.  Foto: Julian Stratenschulte

Schulen sollen sich stets weiterentwickeln und neue Impulse aufnehmen, um Kinder noch besser zu unterrichten. Schulentwicklung sei in der Vergangenheit allerdings stets ein Thema für Einzelkämpfer gewesen, sagt Marco Haaf, Geschäftsführer der Akademie für Innovative Bildung und Management (AIM).

Mit Corona, sagt der einstige Direktor des Neckarsulmer Albert-Schweitzer-Gymnasiums, hat sich das geändert. Nun solle noch mehr entstehen. Wichtig sei, sagt Marco Haaf, Schulentwicklung auch regional zu verstehen. Synergien könnten genutzt werden, wenn mehrere Bildungsstätten als sogenannte Schulfamilie zusammenarbeiten.  

Schulfamilien in Heilbronn: 18 Grundschulen wollen von Kooperationen profitieren

Diesen Prozess will die AIM unterstützen, der Auftakt mit 18 Grundschulen aus Heilbronn und dem Landkreis findet diesen Donnerstag, 13. März, statt. Immer drei Grundschulen bilden eine Schulfamilie. Sie finden sich selbst, oder sie kooperieren ohnehin schon.

Die AIM versteht sich dabei als Begleiterin eines „kooperativen Prozesses“, sagt Marco Haaf. „Wir bieten die Möglichkeit, den Schulen zu helfen“. Man wolle sie bei der Transformation begleiten.

Schulamt und Schulträger sind dabei

Die Schulen sind dabei nicht allein, sondern können auf wichtige Unterstützung setzen: Mit im Boot sind sowohl das Staatliche Schulamt als Schulaufsicht sowie die Schulträger. 

Das Heilbronner Projekt namens Co-Transform wird von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München begleitet, die ein ähnliches Projekt bereits im bayerischen Freising angestoßen hat. Die Rückmeldungen der dortigen Grundschulen seien positiv, sagt Sarah Puchta von der LMU. Dort nehmen 22 Bildungsstätten teil. Die Schulen sollten über den Tellerrand hinausblicken - „thinking out of the box“, wie sie es nennt.

Mit Grundschulen geht es los: Für weiterführende Schulen ist Ähnliches denkbar

Die Heilbronn Schulfamilien sollen in einem ersten Schritt eine gemeinsame Vision beschließen, sagt Leonie Lübben, die bei der AIM das Projekt betreut. Daraus leiten sich dann Schritte für den Unterricht ab.

Erstmal geht es nur mit Grundschulen los, solche intensiven Kooperationen wären auch für weiterführende Schulen möglich. Dass es dazu kommt, schließt die AIM nicht aus. „Wir brauchen auch noch Ziele“, sagt Marco Haaf.




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