Altersgrenze für Energy-Drinks: Vorbilder sind besser als Verbote
Red Bull, Monster und Cola sind süß und ungesund. Doch wer eine Altersgrenze fordert, sollte seinen eigenen Konsum überdenken.

Der Heilbronner Arzt Martin Uellner hat sicher recht, wenn er sagt: „Alles Verbotene wird erst richtig interessant.“ Daher ist fraglich, ob eine Altersgrenze von 16 Jahren den Konsum von Energy-Drinks in dieser Altersgruppe wirklich einschränkt. Richtig ist sie aber allemal: Die gesundheitlichen Risiken sind groß, und gefährlich wird es, wenn der Nachwuchs Gummibärengeschmack an Koffein und Alkohol gewöhnt werden soll.
Gummibärengeschmack mit Koffein und Alkohol
Das Verkaufsverbot für Minderjährige funktioniert auch beim Alkohol nur bedingt. Man muss sich nur mal Freitag am früheren Abend vor einen größeren Supermarkt stellen, um festzustellen: Wer kauft ist volljährig, wer trinkt, nicht unbedingt.
Richtig ist allerdings, den Verkauf von Energy-Drinks aus Snack-Automaten stärker zu reglementieren. In einem Laden ist die Hemmschwelle für Kinder schon weitaus größer, zu den zucker- und koffeinhaltigen Getränken zu greifen.
Und ganz wichtig sind Vorbilder. Man mag von Cristiano Ronaldo als Egomane zwar halten, was man will, aber in Sachen Fitness ist der 40-Jährige sicherlich ein Vorbild. Und das funktioniert halt nicht mit Softdrinks. Mit einer einfachen Geste und dem Tipp „Trinkt Wasser!“ hat er 2021 den Aktienkurs von Coca-Cola angeblich um rund vier Milliarden US-Dollar absacken lassen.
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