Sportstadt Heilbronn vor dem Aufbruch: Eisen schmieden
Die Stadt Heilbronn muss die Chance nutzen, um sich endlich als echte Sportstadt zu positionieren, sagt unser Autor. Dazu müssen mit Blick auf den Hallenneubau jetzt die Weichen gestellt werden.

Für Sportfans ist es eine tolle Nachricht. Die Deutschland-Tour kommt erneut nach Heilbronn. Und nicht nur das: Das größte Radrennen Deutschlands wird sogar auf der Schlussetappe in der Stadt am Neckar entschieden. Das bedeutet eine deutliche Steigerung der Attraktivität des Heilbronner Renntages und garantiert mediale Aufmerksamkeit für die Stadt in ganz Deutschland und darüber hinaus.
Und wer den Renntag am 22. August 2024 zwischen Oberkessach und der Theresienwiese in Heilbronn miterlebt hat, der hat wieder Mal erfahren, wie verbindend Sport sein kann und wie viel Begeisterung ein sportliches Großereignis auslöst.
Verwaltung muss Weichen stellen
Dass die Stadt es wohl in erster Linie Dieter Schwarz zu verdanken hat, dass es im kommenden Jahr zu diesem sportlichen Großereignis kommt, ändert nichts an der Wirkung. Es sollte nun aber auch für den nötigen Schwung sorgen, den Heilbronn braucht, um auch über einzelne Sportereignisse hinaus als echte Sportstadt wahrgenommen zu werden.
Deshalb müssen jetzt alle Eisen geschmiedet werden, die im Feuer sind und für Spitzensport glühen. Die Stadt muss auf der anderen Seite die Jahre bis zum Hallenneubau nutzen, um mitzuhelfen, zwei oder drei Spitzenvereine in attraktiven Sportarten zu entwickeln, die diese Halle auch füllen können. Das kann eine Verwaltung nicht selbst tun, aber sie kann im Hintergrund die Fäden ziehen und Weichen stellen.
Geschieht das nicht mit der nötigen Entschlossenheit, verpufft auch jede Steilvorlage, und Heilbronn versinkt nach jedem punktuellen sportlichen Highlight wieder auf Jahre hinaus im Dornröschenschlaf.
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