Die Schwächsten brauchen bessere Chancen

  
Erfolgreich kopiert!

Der Zustand einer Gesellschaft zeigt sich gerade daran, welchen Chancen sie den Schwachen bietet. Bei der Bildung tun sich große Lücken auf.

Wie gut können Kinder mit Behinderung oder Lernschwächen in Regelschulen gefördert werden? An manchen Stellen gibt es große Schwierigkeiten bei der Inklusion.
Wie gut können Kinder mit Behinderung oder Lernschwächen in Regelschulen gefördert werden? An manchen Stellen gibt es große Schwierigkeiten bei der Inklusion.  Foto: Uli Deck

Geistig- und körperlich behinderte Kinder brauchen ebenso spezielle Förderung wie Kinder mit Lernschwächen. Und die Eltern stehen dann von der Wahl: Wollen sie Kinder an einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum mit kleinen Klassen und gezielter Hilfe anmelden, oder aber setzen Familien auf Inklusion an einer Regelschule? Beide Varianten scheinen nicht optimal zu sein. Den SBBZ fehlt Personal, stellenweise fällt deshalb sogar schon Unterricht aus. Und dieser Lehrermangel wirkt sich auf die Inklusion aus. Denn die Sonderpädagogen sollen eigentlich zusätzlich raus, um Regelschullehrer vor Ort bei den Förderkindern zu unterstützen.

Inklusion ist wichtig, denn sie steht für gesellschaftliche Teilhabe aller. Leider funktioniert sie unter den aktuellen Rahmenbedingungen nur unzureichend. Manche Grundschule, die sich klar zur Idee der Inklusion bekennt, rät Familien sogar, ihre Kinder lieber an ein SBBZ zu geben. Dort, so heißt es seitens der Schulleitung, bekämen die Kinder eine bessere Unterstützung als vor Ort. 

Das ist ein Armutszeugnis, denn gerade die Schwächsten einer Gesellschaft benötigen Hilfe - und sie brauchen das Bekenntnis, ganz selbstverständlich dazuzugehören.




Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben