Termine und Kontakt
Die nächsten Büchercafés finden am 18. April und am 16. Mai von 11 bis 16 Uhr statt. Wer sich wegen neuen Räumlichkeiten melden möchte, kann das bei Petra Bures unter 0160 408 7023 oder per Mail an petra-bures@t-online.de tun.
In Heilbronn ist das Büchercafé eine Institution, seit 2007 werden dort preiswert Bücher für den guten Zweck verkauft. Doch das monatliche Event steht vor einer ungewissen Zukunft - gebraucht werden noch in diesem Jahr neue Räumlichkeiten.

Eine Art Flohmarkt ist das, was einmal im Monat in der Beethovenstraße in Heilbronn stattfindet und viele Besucher anzieht. Doch bei genauerem Hinschauen ist das Büchercafé in der Martin-Luther-Kirche weit mehr. „Wir sind ein Begegnungsort“, sagt Petra Bures, eine der ehrenamtlichen Helferinnen, die das regelmäßige Event schon seit rund zehn Jahren begleitet. Besonders für ältere Besucher sei das Café eine Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen und Menschen aus der Nachbarschaft kennenzulernen.
Doch das Büchercafé steht vor einer ungewissen Zukunft, denn die Martin-Luther-Kirche wird ab September umgebaut. Ein Jahr sollen die Arbeiten dauern, die vorerst letzte Ausgabe des Cafés ist deshalb für Juli geplant. „Es wäre schade, wenn wir das beenden müssten“, sagt Bures. 2007 wurde das Büchercafé ins Leben gerufen – anfangs mit nur zwei bis drei Bücherregalen. „Der erste Umsatz war 14,20 Euro“, erinnert sich Bures.
Danach habe sich die Veranstaltung etabliert, wurde durch Mundpropaganda bekannter. Heute werden tausende Artikel angeboten: Neben zahlreichen (Kinder-)Büchern – Belletristik, aber auch Sachbüchern – sind das auch CDs und DVDs. Jeder Artikel kostet einen Euro, Brettspiele sind ab zwei Euro zu haben. „Auch Kaffee und Kuchen sollen preiswert sein“, betont Bures. Die gesamten Einnahmen gehen an gemeinnützige Institutionen in Heilbronn, darunter Kinder-, Jugend- und Frauenhäuser, Hospizdienste, aber auch an die Kirche. „Da kommen im Jahr hohe Beträge zusammen“, sagt Bures, die Teil eines 14-köpfigen, ehrenamtlichen Teams ist, das eigenständig den Auf- und Abbau plant.
„Die Menschen sind dankbar, wir bekommen viel Lob und kleine Geschenke. Das ist ein schönes Gefühl“, sagt Bures. „Wir haben Stammgäste, die seit Beginn immer wieder kommen.“ Viele stünden schon am frühen Vormittag Schlange. Bures sieht das Büchercafé auch als Teil einer Nachhaltigkeitsstrategie und als Möglichkeit zur Leseförderung. „Lesen ist für Kinder extrem wichtig und eine Alternative zu den Bildschirmen.“ Zudem richte sich das Angebot an Menschen mit kleinerem Geldbeutel.
Könnte das Büchercafé nach dem Umbau der Kirche nicht wieder einziehen? „Doch“, sagt Petra Bures, aber wohl nur in deutlich abgespeckter Version. „Ich weiß nicht, ob sich das noch lohnen würde.“ Deshalb suche man aktuell verstärkt nach neuen Räumlichkeiten. Man sei offen für alles, betont Petra Bures, würde Möglichkeiten in allen Stadtteilen in Betracht ziehen. „Es muss nur gut für die Besucher erreichbar sein.“
An Platz bräuchte man mindestens 100 Quadratmeter und eine Lagermöglichkeit für die Bücher. „Wir können im verträglichen Rahmen eine Miete zahlen, aber keine Unsummen“, sagt Bures. Offen sei man auch für einen Anschluss an eine Kirchengemeinde, egal welcher Konfession, aber auch Privaträume, Scheunen oder leerstehende Gebäude wären geeignet. „Wir hoffen auf eine gute Lösung.“
Die nächsten Büchercafés finden am 18. April und am 16. Mai von 11 bis 16 Uhr statt. Wer sich wegen neuen Räumlichkeiten melden möchte, kann das bei Petra Bures unter 0160 408 7023 oder per Mail an petra-bures@t-online.de tun.
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