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Mehr Infektionen mit Corona-Variante Nimbus? Heilbronner Experte schätzt Lage ein

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Eine neue Corona-Variante treibt Experten um. Sie scheint ansteckender zu sein, wenngleich nicht schwerer im Verlauf. Martin Uellner ist Hausarzt und Kreisärztesprecher in Heilbronn und ordnet die Situation ein. 


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Neue Corona-Varianten wird es fortlaufend geben, das liegt in der Natur eines Virus. Aktuell beschäftigt Experten die sogenannte Nimbus-Variante, die nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) erstmals im März auftat. Die Nimbus-Variante gehört zur Omikron-Variante und wird auch als NB 1.8.1 kategorisiert.

Corona-Variante Nimbus bei WHO „unter Beobachtung“ – was das bedeutet

Aktuell wird sie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „Variante unter Beobachtung“ eingestuft, das ist die niedrigste der drei Risiko-Einteilungen. Laut Daten des RKI war die Nimbus-Variante Mitte Mai für 16,67 Prozent der Infektionen verantwortlich. Trotzdem schätzt die WHO das Risiko für die öffentliche Gesundheit als gering ein, es gebe keine Hinweise für schwerere Verläufe.

Allerdings breitet sich diese Variante relativ schnell aus – machte sie laut WHO im März 2025 noch 2,5 Prozent der Fälle aus, waren es im April bereits 10,7 Prozent. Aufgrund der schnelleren Ausbreitung halten Experten es für möglich, dass es in den kommenden Wochen zu mehr Infektionen kommen könnte.

Sommerwelle durch Corona-Variante Nimbus möglich? Experte schätzt die Lage ein

„Die Nimbus-Variante ist offensichtlich im Vormarsch, eine Sommerwelle halte ich für möglich, wenngleich eine „Welle“ im Sommer sicherlich flacher ausfallen dürfte, als im Winter, da große Menschenmengen/Versammlungen sich im Freien abspielen, wo die Ansteckungswahrscheinlichkeit geringer ist, als in geschlossenen Räumen“, sagt Martin Uellner, Hausarzt und Kreisärztesprecher in Heilbronn. In seiner Praxis beobachte er aktuell, dass grippale Infekte, insbesondere mit Hals- und Kopfschmerzen in Verbindung mit Fieber „doch gehäuft auftreten, eher mehr als sonst zu dieser Jahreszeit üblich“. 

Die Symptome unterscheiden sich nicht merklich von den bisherigen Varianten. Es können Fieber, Abgeschlagenheit, Husten und Halsschmerzen auftreten. Bei den Halsschmerzen gibt es allerdings einen Unterschied, sie werden bei der Nimbus-Variante als teilweise stärker beschrieben: als ob man Rasierklingen im Hals hätte. 

Corona-Variante Nimubs: Impfstoffe schützen, Tests schlagen an

Die gute Nachricht: Die aktuellen Impfstoffe schützen nach bisherigem Kenntnisstand wohl auch gegen die Nimbus-Variante, auch Schnelltests schlagen an. „Vor allem auch vor schweren Verläufen sollten die Impfungen weiterhin gut schützen“. sagt Dr. Henning Grüll, Virologe an der Universitätsklinik Köln, der „Apotheken-Umschau“. Dies betont auch Martin Uellner und rät, dass Risikopatienten – dazu zählen unter anderem über 60-Jährige und chronisch Kranke – sich impfen lassen. Ernsthaft sorgen müsse sich wegen der neuen Variante allerdings niemand. 




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