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„KI konstruktiv einsetzen“

Code gegen Politikfrust: Erster Hackathon am TUM Campus Heilbronn

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Am 13. Juni bringt der TUM Campus Heilbronn kreative Köpfe zusammen: Beim ersten Hackathon entwickeln Studierende digitale Lösungen für echte Probleme. Die Anmeldung läuft noch.

Am TUM Campus Heilbronn findet am Freitag, 13. Juni, der erste Politech-Hackathon statt. Organisiert wird er von der Initiative Public Makers gemeinsam mit der KI-gestützten Demokratieplattform Nexus Politics, ein Start-up der Technischen Universität München. Der eintägige „Hack Day“ richtet sich vor allem an Studierende mit Kenntnissen in Data Science und Softwareentwicklung, die ihre Fähigkeiten für gesellschaftlich relevante Zwecke einsetzen möchten.

„KI kann Demokratie konstruktiv stärken“, sagt Florian Stupp. Beim bevorstehenden Hackathon bringt er kreative Köpfe zusammen.
„KI kann Demokratie konstruktiv stärken“, sagt Florian Stupp. Beim bevorstehenden Hackathon bringt er kreative Köpfe zusammen.  Foto: privat

Hintergrund ist das sinkende Vertrauen in demokratische Prozesse – insbesondere auf kommunaler Ebene. „Viele Menschen fühlen sich nicht gehört oder nicht ausreichend vertreten. Der Hackathon will dem mit konkreten Ideen und technischer Innovation begegnen“, sagt Mitorganisator Florian Stupp, der am Campus Heilbronn der Technischen Universität München (TUM) studiert. 

In Heilbronn trifft Code auf Demokratie: Reale Probleme für echte Lösungen

Im Mittelpunkt des Hackathons stehen reale Herausforderungen, an denen das Start-up Nexus Politics arbeitet. Das Unternehmen betreibt eine KI-gestützte Plattform, die auf die wachsende Unzufriedenheit mit demokratischen Prozessen reagiert. Ziel ist, die Bürgerbeteiligung zu stärken und demokratische Strukturen im digitalen Zeitalter weiterzuentwickeln. Bürgerinnen und Bürger können dort Anliegen zu bestimmten Themen einreichen. Diese werden anschließend an die zuständigen Stellen weitergeleitet.

Für den Hackathon ist folgendes Konzept vorgesehen: Die Teilnehmenden arbeiten in interdisziplinären Teams an digitalen Lösungsansätzen, die demokratische Prozesse transparenter, partizipativer und wirksamer gestalten sollen. Dafür stehen acht Stunden zur Verfügung. Anschließend präsentieren die Teams ihre Ergebnisse vor einer Jury. Überzeugt eine Lösung, könnte sie in das Start-up integriert werden, erklärt Stupp. 

Hackathon: Studierende der Hochschulregion Heilbronn können mitmachen

Eingeladen sind alle Studierenden der Hochschulregion Heilbronn. Wie IT und Künstliche Intelligenz eingesetzt und miteinander verknüpft werden, sei entscheidend, sagt Stupp. „KI kann auf zwei Arten wirken: destruktiv – indem sie bestehende Strukturen untergräbt. Oder konstruktiv – als Werkzeug, das Dialog fördert und dazu beiträgt, den Staat handlungsfähiger zu machen.“

Der 20-jährige TUM-Student engagiert sich in vielfältiger Weise für gesellschaftliche Themen. So wirkt er unter anderem bei der „Initiative für einen handlungsfähigen Staat“ mit, die von der Medienunternehmerin Julia Jäkel, den Ministern a.D. Thomas de Maizière und Peer Steinbrück sowie vom ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, gegründet wurde.

Außerdem zählt er zu den Mitbegründern der im Aufbau befindlichen Initiative „Public Makers“. Diese verfolgt das Ziel, Studierenden aufzuzeigen, wie Innovation im öffentlichen Sektor gelingen kann – und welche Fähigkeiten dafür notwendig sind.

Anmeldung bis 6. Juni unter: https://forms.gle/z9DSmx3n3ZNCvHkH8 Für Fragen steht Florian Stupp bereit: florian.stupp@tum.de




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