Erlebniswochen Heilbronn: Mitmachaktionen sollen neues Publikum erreichen
„Kunden hinter die Ladentüre locken“: Vom 28. März bis 31. Juli sind bislang 170 Veranstaltungen von Händlern, Gastronomen und städtischen Einrichtungen in der Heilbronner Innenstadt geplant.
Nein, die Wurst soll unpolitisch bleiben. Selbst wenn am Samstag, 28. März, in Heilbronn schon wieder gewählt wird. „Wir hoffen aber auf eine hohe Wahlbeteiligung“, sagt Christian Geiger, Geschäftsführer der gleichnamigen Metzgerei und Betreiber der „So isst Heilbronn“-Filiale am Heilbronner Marktplatz.
Zum Auftakt der „Erlebniswochen in der Innenstadt“ wird dort die „Bratwurstwahl“ stattfinden. Fünf eigens entwickelte Kreationen dürfen die Gäste verkosten, darunter auch eine vegetarische Variante. Per QR-Code kann der Favorit gewählt werden. Der Wahlsieger wird dann über den Sommer in der Verkaufstheke zu finden sein. „Egal wie knapp der Vorsprung ist“, versichert Geiger schmunzelnd mit Blick auf den knappen Ausgang der Landtagswahl vor gut einer Woche.
Erlebniswochen Heilbronn: Gleichlautendes Projekt in Solothurn hat als Vorbild gedient
Als ein „Paradebeispiel“ für die den „Erlebniswochen“ zugrunde liegenden Idee wertet Irina Guzina die Geiger’sche Bratwurstwahl. „Mitmachaktionen, die Kunden nicht nur in die Innenstadt, sondern auch hinter die Ladentüre locken, sind das Ziel“, sagt die Bereichsleiterin City-Management bei der Heilbronn Marketing GmbH (HMG).

Ein Stück weit als Vorbild für die Heilbronner Variante dienen die Solothurner Erlebniswochen. In der Schweizer Partnerstadt ist das Angebot allerdings auf Touristen ausgerichtet, in Heilbronn sollen zusätzlich gezielt die Menschen aus der Region angesprochen werden.
Heilbronner Händler, Gastronomie und Filialisten gestalten Programm bis Ende Juli
Christian Geiger fand an der Idee sofort Gefallen. Die Bratwurstwahl wird auch nicht die einzige Aktion seiner Metzgerei bleiben. Zum Vatertag gibt es ein gigantisches Tomahawk-Steak zu gewinnen, sofern dessen Gewicht möglichst exakt geschätzt werden kann.
In Summe sind bislang 170 Veranstaltungen vom 28. März bis 31. Juli eingetragen worden, eine ganze Reihe davon finden allerdings wiederholt statt. Die Zahl wächst dennoch stetig. Jeder Händler, Handwerker, Gastronom kann selbstständig neue Aktionen hinzufügen. Die HMG bietet Beratung und Hilfe an. „Wir wollen ein möglichst niedrigschwelliges Angebot schaffen, das Kooperationen ermöglicht und sich im besten Fall verstetigt“, erklärt Guzina.
Decathlon ist als erster großer Filialist mit dabei
Stark vertreten sind beispielsweise Seel Schreibwaren oder Optik Andreß, die anlässlich des Muttertags beim Design eines Brillenetuis sogar eine gemeinsame Aktion anbieten. Mit dem Sporthändler Decathlon konnte auch ein großer Filialist gewonnen werden, der im K3 regelmäßig eine Cornhole-Challenge anbietet. Bei dem Spiel müssen kleine mit Granulat gefüllte Säckchen in das Loch auf einer erhöhten Plattform geworfen werden.
„Weitere Filialisten sind noch in der Abstimmung, werden aber hinzukommen“, ist Guzina überzeugt. Natürlich sind auch städtische Einrichtungen wie die Volkshochschule, das Haus der Stadtgeschichte oder das Stadtarchiv mit Aktionen beteiligt.
Als Ergebnis der Erlebniswochen würde Guzina sich wünschen, dass es den Geschäften gelingt, „ein neues Publikum anzusprechen“ und in der „Gemeinsamkeit“ den Weg zu sehen, die Innenstadt nachhaltig zu beleben.
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