Wie Künstliche Intelligenz Berufe erlebbar und Bildung effektiver macht
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Vom Serviceroboter bis zur VR-Brille: Der Bildungspark Heilbronn zeigt, wie Künstliche Intelligenz Lernen, Berufsorientierung und Integration erleichtert.
Bildungspark im Wandel: Künstliche Intelligenz kommt bei der Qualifizierung zum Einsatz, beispielsweise in der Gastronomie. Dominik Wachter bestückt einen Serviceroboter für den Tag der offenen Tür.
Foto: Seidel, Ralf
Der Roboter bahnt sich seinen Weg durch den Gastrobereich des Bildungsparks. Mit kleinen Häppchen auf installierten Tabletts ist er für die Besucher der Hingucker beim Tag der offenen Tür der Einrichtung der beruflichen Bildung, die zur Aufbaugilde Heilbronn gehört. Zugleich steht der Serviceroboter für das, worauf die Verantwortlichen in vielfältiger Art und Weise setzen und auch stolz sind: Künstliche Intelligenz (KI) erleichtert die Arbeit im Bildungspark, unterstützt die Lehrkräfte genauso, wie sie Teilnehmer fördert. Gut 600 Personen nehmen täglich im Durchschnitt die verschiedenen Angebote wahr.
Wie arbeitet ein Schornsteinfeger? Wie sieht es beim Friseur oder bei einem Dachdecker auf? Einen ersten dreidimensionalen Einblick in zahlreiche Berufe erhalten Jobsuchende mit einer speziellen Brille. "Die Jobs werden dadurch erlebbarer", sagt Hannah Novela, die beim Bildungspark im Bereich Inklusion und Personalentwicklung tätig ist. Ein digitaler Einblick ist das eine, der echte Eindruck allerdings durch nichts zu ersetzen: Praktika blieben weiterhin wichtig, sagt sie.
Künstliche Intelligenz im Bildungspark Heilbronn: Bei wichtigen Prüfungen bleiben Papier und Stift weiterhin wichtig
Digitale Anwendungen helfen im Bildungspark, um ein Bewerbungsbild perfekt zu machen oder sehbehinderten Personen zu beschreiben, was vor ihnen steht oder liegt. In der Jugendberufshilfe erstellt KI auf Knopfdruck in Sekundenschnelle Berichte. Der Bildungspark setzt auf KI zugleich bei "Integration durch Sprache". Spezielle Programme helfen beispielsweise dabei, die passenden Endungen bei Adjektiven zu lernen. Die Tools erleichtern den Lehrern die Vorbereitung, sagt Ann-Sophie Kuch, die dort tätig ist. Und: Sollten Teilnehmer der Kurse im Unterricht früher mit anderen Aufgaben fertig sein, können sie mit diesen digitalen Anwendungen die Zeit überbrücken. Ob damit Deutsch besser gelernt wird, kann Ann-Sophie Kuch nicht sagen. Nur so viel steht für sie fest: Die Teilnehmer hätten eine "viel höhere Motivation".
Digitaler Unterricht endet aber bei den Prüfungen: Die entscheidenden Deutsch-Klausuren müssten mit Papier und Stift gemacht werden. Das sind Vorgaben der zuständigen Bundesstelle. "Wir gehen den digitalen Weg, müssen aber auch handschriftliche Prüfungen schreiben", sagt Anna Dolch, die den Geschäftsbereich Arbeit und Bildung leitet.
Bildungspark
Jugendberufshilfe, Integration durch Sprache, Qualifizierung in der Gastronomie, Personalentwicklung und Inklusion: Das sind nach eigenen Angaben die Kernbereiche der Bildungspark Heilbronn-Franken gGmbh: Es gibt auch eine Kinderkrippe für unter Dreijährige: Während Eltern beispielsweise Deutsch lernen, sind deren Kinder betreut. Finanziert wird die Arbeit unter durch die Jobcenter, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, die Jugendhilfe der Stadt Heilbronn und des Landkreises Heilbronn. Der Bildungspark gehört zur Aufbaugilde Heilbronn, einem diakonischen Sozialunternehmen. Anna Dolch und Jessica Jagel leiten den Geschäftsbereich Arbeit und Bildung im Bildungspark.
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