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Hochschul- und Bildungslandschaft

Heilbronner Bildungsbericht zeigt Erfolge und Herausforderungen auf

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Der Gemeinderat hat den Bericht zur kommunalen Entwicklung im Bereich Bildung zur Kenntnis genommen. Schulabbruchquote und Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund beschäftigen die Stadträte.

Der Heilbronner Bildungsbericht wird alle zwei Jahre veröffentlicht und zeigt die Erfolge und Problemstellungen der kommunalen Bildungslandschaft auf.
Der Heilbronner Bildungsbericht wird alle zwei Jahre veröffentlicht und zeigt die Erfolge und Problemstellungen der kommunalen Bildungslandschaft auf.  Foto: Bernd Weißbrod

In der letzten Sitzung des Jahres hat sich der Rat mit dem Bericht erfasst. Alle zwei Jahre wird er für die kommunalen Entwicklungen im Bereich Bildung veröffentlicht. 

In sechs Kapiteln werden dieses Jahr die wichtigsten Ergebnisse, die aktuell bearbeiteten Konzepte zur Weiterentwicklung der Bildungslandschaft, Aufgaben und Ziele des Bildungsbüros, eine Auswertung der aktuellen Lage, Informationen und Statistik zu den einzelnen Schulen und ein Blick auf die Hochschullandschaft behandelt. 

In der Gemeinderatssitzung erklärt Susanne Schnepf von der CDU, aus dem Bericht gehe hervor, dass der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Zuwanderungsgeschichte hoch sei. Es muss daher weiterhin eine Aufgabe sein, diesen Schülern die deutsche Sprache beizubringen, betont Schnepf. Auch der Berufseinstieg sei wichtig, das falle dem Bericht nach immer schwerer. „Wir müssen daher doch eher unsere Bemühungen bestärken“, so Schnepf. Es müsse verhindert werden, dass der Frust größer und die Lust kleiner werde wenn es um die Vorbereitung auf die Berufswelt gehe. 

Bericht zeigt Problemstellungen und Erfolge in Heilbronner Bildungslandschaft auf

Harald Pfeifer von der SPD verweist darauf, dass der Bericht eine Momentaufnahme sei, da der Bereich Bildung einer permanenten Veränderung unterliege. Er lobt, dass Problemstellungen, die angegangen werden müssen durch den Bildungsbericht aufgezeigt werden. 

Von der AfD äußert sich Raphael Benner zu der Schulabbruchquote. Gemessen an Baden-Württemberg sei diese hoch, was man dagegen tun könne? „Wir stimmen natürlich auch der Aussage zu, dass die Sprache der Schlüssel zu Bildung ist.“ Benner vermutet darin auch eine Ursache der hohen Schulabbruchquote. Als mögliche Gegenmaßnahme schlägt er eine Kindergartenpflicht vor. Er wisse aber nicht, ob das rechtlich überhaupt möglich sei. „Eine Chancengleichheit wird es vermutlich trotz dieser Angebote niemals geben“, so der AfD-Stadtrat. Einen Angleich solle man trotzdem versuchen.

Andrea Babić von den Grünen betonte: „Bildung wird in Heilbronn als Gemeinschaftsaufgabe verstanden.“ Das zeige der Bericht. Die Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund und auch die Digitalisierung seien weiterhin Aufgaben, erklärt Babić. „Fachpersonal ist und bleibt der Schlüssel zu hochwertiger Bildung.“ Der Bericht zeige auch Erfolge. Etwa die Ganztagesangebote an Grundschulen oder die Digitalisierung als wichtiger Schritt nach vorne.

FDP-Stadträtin interessiert die Statistiken der Schulempfehlungen wenn die neue Grundschulempfehlung 2025 in Kraft tritt

Sylvia Dörr von der FDP interessiert sich dafür, wie sich die Zahlen der Grundschulempfehlungen und der tatsächlichen Übertritte in die Sekundarstufe  mit der neuen Grundschulempfehlung verändern werden. Ab Herbst 2025 wird die Schulart der weiterführenden Schule in Baden-Württemberg durch das Lehrerurteil, einen Kompetenztest und die Entscheidung der Eltern festgelegt. Wenn zwei der Faktoren übereinstimmen, gilt die Empfehlung. Dörr fände es zukünftig noch interessant, zu erfahren, wie viele der Studierenden an der Hochschule aus Heilbronn kommen. 

Elke Roth erklärt, dass sich seit dem letzten Bericht viel getan habe. Die Stadträtin der CDU bedauert, dass viele Werkrealschüler, 13,3 Prozent, die Schule ohne Abschluss verlassen. Zahlen, wie viele der Studierenden in und außerhalb Heilbronns wohnen, konnte sie nicht im Bericht finden. Von der Hochschule habe man leider keine Auskunft dazu erhalten, klärt Karin Schüttler, Leiterin des Schul-, Kultur- und Sportamts, auf. 




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