Bezahlen mit Karte oder Smartphone-App: Heilbronn rüstet Parkscheinautomaten um
Die Stadt Heilbronn modernisiert schrittweise die Parkscheinautomaten in der Innenstadt. Autofahrer können bei den ersten Automaten jetzt mit EC-Karte bezahlen. Ab Sommer soll noch mehr möglich sein.
Wer künftig auf öffentlichen Straßen in der Heilbronner Innenstadt parken will, muss kein passendes Kleingeld mehr parat haben. Die Stadt Heilbronn hat damit begonnen, die Parkscheinautomaten in der Innenstadt sukzessive umzurüsten.
Künftig soll demnach an insgesamt 65 Automaten die Parkgebühr mit EC-Karte, Kreditkarte oder ab Sommer auch mit einer Smartphone-App bezahlt werden können. „Damit setzt die Stadt Heilbronn ein klares Zeichen für mehr Bürgerfreundlichkeit, digitalen Service im Alltag und eine zukunftsfähige Mobilitätsinfrastruktur“, heißt es in einer Pressemitteilung.
An 16 Parkscheinautomaten ist Kartenzahlung bereits jetzt möglich
Die Automaten werden in den kommenden Wochen und Monaten schrittweise ausgetauscht. „Dabei spielt die jeweilige Parkzone keine Rolle, sondern das Alter der bestehenden Automaten“, so Claudia Küpper, Sprecherin der Stadt Heilbronn. Schon jetzt sei die Kartenzahlung an 16 Parkscheinautomaten rund um den Friedensplatz sowie im Bereich des Götzenturms möglich.

Mit dieser Maßnahme reagiere die Stadt auf die zunehmende Nachfrage nach bargeldlosen Zahlungsmethoden im öffentlichen Raum, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Ein Problem bleibt aber weiterhin, dass wie beim Münzautomaten die Fahrer in der Regel mehr Geld bezahlen, als es der Tarif eigentlich vorsieht. Denn abgerechnet wird nicht die tatsächliche Parkdauer. Die Parker müssen vielmehr abschätzen, wie lange sie den Platz benötigen werden. Dabei rechnen sie meist einen Zeitpuffer ein, um am Ende keinen Strafzettel zu riskieren.
Mit der Handy-App können Parker ab Sommer minutengenau bezahlen
Dieses Problem kann ab Sommer der Vergangenheit angehören. Wenn laut Stadtverwaltung dann auch mit dem Handy kontaktlos bezahlt werden kann. Mit Hilfe einer App können Parkvorgänge über das Smartphone gestartet, verlängert oder vorzeitig beendet werden. Dabei müssen die Parker nicht einmal zum Automaten gehen. Nutzer würden sogar automatisch an das Ende ihrer Parkzeit erinnert und könnten flexibel reagieren, so die Verwaltung. Bezahlt werde in diesem Fall per Lastschrift, Kreditkarte oder andere digitale Verfahren.
Auch aus Sicht des Betreibers ergebe sich mit der digitalen Bezahlung ein weiterer Vorteil. Denn die Umstellung ziehe für die Stadt einen geringeren Wartungsaufwand nach sich. Sie reduzierte unter anderem technische Störungen wie blockierte Münzeinwürfe.
Parkgebühren bleiben auch mit der Umrüstung vorerst noch konstant
Preislich ändert sich mit den neuen Automaten in allen drei innerstädtischen Parkzonen für die Autofahrer vorerst nichts. Zwar plant die Stadt schon seit Jahren, die Parkgebühren zu erhöhen. Dabei sei laut Claudia Küpper das Ziel, eine Angleichung der Kosten in einem Parkhaus zu erreichen. Damit wolle die Verwaltung einen Anreiz schaffen, das Auto in Tiefgaragen abzustellen, um den Suchverkehr nach einem Parkplatz in der Innenstadt zu reduzieren. Für den kostengünstigeren Stellplatz auf der Straße drehten Autofahrer immer wieder Extrarunden. Damit behinderten sie den Fließverkehr und seien schädlich für die Umwelt.
Demnach kostet das Parken in Zone eins nach wie vor 50 Cent pro angefangene 20 Minuten Sie umfasst den inneren Stadtkern. 50 Cent pro angefangene halbe Stunde bezahlen Autofahrer in Zone zwei, die den inneren Stadtkern von Süden her kelchförmig ummantelt. Zone drei schlägt mit 20 Cent je angefangene 30 Minuten zu Buche. Sie reicht von der Buren- bis zur Südstraße.
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