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Bettelverbot in Heilbronn: Dazu wird es nicht kommen

  
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Die Stadtverwaltung soll dem Gemeinderat Zahlen zur Bettelei vorlegen. Was daraus folgt, ist offen.

Auch in der Heilbronner Innenstadt betteln Menschen. Damit soll sich nun die Stadtverwaltung befassen.
Auch in der Heilbronner Innenstadt betteln Menschen. Damit soll sich nun die Stadtverwaltung befassen.  Foto: Seidel, Ralf

Die Bettler in der Heilbronner Innenstadt sind vielen ein Dorn im Auge. So sehr sich manche Passanten daran stören, weil ihnen dadurch die Freude am Innenstadtshopping vermiest wird: Gegen Menschen, die nur auf dem Boden sitzen und um Geld bitten, lässt sich nichts tun. Stilles Betteln wird erlaubt bleiben. Genauso erlaubt ist es Fußgängern, diese Bettler zu ignorieren.

Der Vorstoß aus Reihen des Gemeinderats legt den Fokus auf die Polizeiverordnung, die sich mit dem Betteln bereits befasst und klare Grenzen aufzeigt: Unter anderem sind das gewerbsmäßig organisierte Betteln oder das Betteln mit Minderjährigen untersagt. Zurecht dürfen die Stadträte von der Stadtverwaltung erwarten, dass sie diese Regeln überwacht. 

Gerade wenn aufdringlich um Kleingeld gebeten wird oder Kinder auf dem Boden sitzen, ist Einschreiten nötig – sofort.

Die Diskussion um eine Obergrenze bei Dönerläden und Barbershops hat den Fokus auf die Innenstadt gelegt. Das Flair einer Innenstadt macht allerdings viel mehr aus als der Branchenmix, die Menschen müssen sich in ihr stets wohlfühlen. Die nächtliche Ausschreitung am Marktplatz ist dabei nur ein Vorfall: Heilbronns Verantwortliche müssen dafür sorgen, dass die Fußgängerzone wieder zur Ruhe kommt. Bettler, die sich nicht an Regeln halten, sind hier das kleinste Problem.




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