Bei rückständigem Rollendenken von Jugendlichen sind die Eltern gefragt
Die Gleichberechtigung hat in Heilbronn einen langen Weg zurückgelegt. Soziale Medien scheinen die Erfolge zu gefährden. Dem Einfluss von Tiktok und Co. auf die Generation Z müssen Eltern entgegenwirken, fordert unsere Autorin.
Bedenkt man die Erfolge, die bei der Gleichstellung der Geschlechter in den zurückliegenden Jahrzehnten auch in Heilbronn erzielt worden sind, wird niemand ernsthaft die Bedeutung von Frauenarbeit bestreiten können.
Dass Frauen heute in der Hauptsache arbeiten, dass sie Führungsverantwortung übernehmen und sich Familienaufgaben mit ihren Partnern teilen, ist auch möglich, weil immer mehr Männer von alten Rollenbildern abrücken. Das sind die Erfolge der Männerarbeit.
Eltern müssen Gleichberechtigung zu Hause vorleben
Wenn jetzt aber eine Generation groß wird, die droht, in ein überkommen geglaubtes Geschlechterbild zurückzufallen, rückt die Elternarbeit in den Fokus. Der Staat kann soziale Netzwerke regulieren, ein Mindestalter festsetzen oder die Unternehmen auffordern, Inhalte stärker zu kontrollieren. Letztlich sind aber die Eltern das Bollwerk für Jugendliche gegen negative Einflüssen von Inhalten auf Tiktok und Co.
Es ist Aufgabe von Eltern, ihren Kindern auch in unsicheren Zeiten Sicherheit zu geben, damit sie diese nicht in rückständigen Traditionen suchen müssen.
Es ist Aufgabe von Eltern, ihren Töchtern vorzuleben, dass Gleichstellung die Normalität und nicht die Ausnahme ist.
Und es ist Aufgabe von Eltern, ihren Söhnen zu vermitteln, dass ein Mann seinen Wert nicht daraus zieht, der alleinige Brotverdiener und Beschützer der Familie zu sein.
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