Bahn-Baustellen in der Region: Hier gibt es im Frühjahr Einschränkungen
Den Ersatzverkehr zwischen Heilbronn und Bad Friedrichshall haben manche Pendler in schlechter Erinnerung. Im Frühjahr gibt es wieder Bauarbeiten und Sperrungen auf wichtigen Schienenstrecken in der Region.

Völlig überfüllte Busse und unzureichende Fahrpläne: Als die Bahnstrecke zwischen Heilbronn, Bad Friedrichshall und Neckarsulm im Oktober gesperrt wurde, gab es am Anfang massive Probleme mit dem Ersatzverkehr. Kapazitäten in den Bussen waren zu knapp bemessen. Das Land steuerte nach, die Situation entspannte sich, bis die Sperrung im November aufgehoben wurde.
Fahrgästen auf dieser Strecke müssen sich derweil im neuen Jahr auf weitere Erschwernisse einstellen. Hintergrund sind weitere Bauarbeiten für den neuen Haltepunkt Bad Friedrichshall Süd. Die Station erschließt auch den neuen Schwarz-Projekt-Campus.
Wieder Busse statt Bahnen nördlich von Heilbronn
Eine erste größere Sperrung ist vom 7. bis 13. Februar zwischen Heilbronn und Bad Friedrichshall geplant, dabei sind alle Linien betroffen. Es wird wieder Ersatzverkehr benötigt. Im Anschluss werden die Linien S41/S42 bis in den März hinein zwischen Heilbronn und Bad Friedrichshall durch Busse ersetzt werden müssen.
Es kommt also wieder der ungeliebte Busersatzverkehr, wenn auch für eine begrenzte zeit. Das Land hat bereits zugesichert, aus den Erfahrungen mit dem holprigen SEV-Start im Oktober Konsequenzen zu ziehen, damit es nicht wieder zu Engpässen kommt.
Auch Frankenbahn-Kunden mit Ziel Richtung Süden sind betroffen, in Walheim werden die Bahnsteige ausgebaut. Vom 6. Februar bis 3. April kann daher nur ein Personenzug pro Stunde und Richtung zwischen Lauffen und Bietigheim-Bissingen fahren. Im Moment sind dort in der Regel drei Züge pro Stunde und Richtung unterwegs. Für Stuttgart-Pendler dürfte es also eng werden. Ein Konzept für den Ersatzverkehr wird ausgearbeitet, hieß es zuletzt aus Stuttgart.
Ausbau in Walheim: Engpass für Stuttgart-Pendler
Walheim soll „Bahnhof der Zukunft“ werden, hier fließen mehr als drei Millionen Euro in den Ausbau. Der Verband Region Stuttgart sieht Walheim langfristig auch als Station des Stuttgarter S-Bahn-Netzes vor. So könnte es eine Linie von Esslingen über die sogenannte Schusterbahn bei Kornwestheim bis Walheim geben. Uwe Seibold, Bürgermeister in Kirchheim am Neckar, hat in diesem Zusammenhang gemahnt, nicht zu kurz zu denken und die Erweiterung des S-Bahn-Netzes bis Lauffen zu verfolgen.
Hintergrund: Auch Kirchheim war schon als mögliche S-Bahn-Endstation im Gespräch, der dortige Bahnhof wäre aber nur mit erheblichem Aufwand für diesen Zweck aufzurüsten, wie ein Gutachten gezeigt hatte. In einem Brief an die Stuttgarter Entscheidungsträger wies Seibold schon im Sommer darauf hin, dass diese Einschränkungen genauso für Walheim gelten und Lauffen die bessere Perspektive sei.
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