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Akademie für Innovative Bildung und Management
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„Auf den Anfang kommt es an“: Wo die AIM gerade ihre Schwerpunkte setzt

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Bildungskonferenz, Forum zur frühen Förderung: Die Akademie für Innovative Bildung und Management macht Heilbronn bei Bildungsfragen bundesweit zur Marke. Und dabei ist den Verantwortlichen vor allem eines wichtig.

Werben für die Bildungskonferenz Ende März in Heilbronn: Christian Rieck (links) und Marco Haaf, die seit einem Jahr die Akademie für Innovative Bildung und Management führen.
Werben für die Bildungskonferenz Ende März in Heilbronn: Christian Rieck (links) und Marco Haaf, die seit einem Jahr die Akademie für Innovative Bildung und Management führen.  Foto: Seidel, Ralf

Die Akademie für Innovative Bildung und Management (AIM) ist seit einigen Monaten stärker präsent in der Öffentlichkeit, bei Lehrern und bei Erziehern. Hunderte Interessierte kamen zum ersten Schulleitersymposium auf den Bildungscampus.

Mit solchen großen Formaten geht es auf dem Campus Ende März weiter, wenn bei der zweiten Bildungskonferenz, für die es allerdings keine Tickets mehr gibt, mit gut 1000 Besuchern deutlich mehr kommen als bei der Premiere. Anfang Juni folgt das Nationale Forum Frühe Bildung. Dann wollen sich 80 Experten und Praktiker in Heilbronn zusammensetzen, um Handlungsempfehlungen zu entwickeln.

Die AIM Heilbronn will die Bildungslandschaft verbessern

Es tut sich einiges unter Leitung von Christian Rieck und Marco Haaf, die seit einem Jahr die AIM-Geschäftsführung innehaben. Ihnen ist dabei eines wichtig, und deshalb denken sie bei solchen Leuchtturm-Projekten stets auch an die Umsetzung der Ideen vor Ort: Die Bildungslandschaft solle verbessert werden, sagt Marco Haaf. Und: Konzepte müssten bei den Kindern eine Wirkung zeigen.

Die AIM mit 140 Mitarbeitern ist in vielen Bereichen tätig. Sie bildet Erzieherinnen genauso weiter wie Lehrer und Schulleitungen. Und sie hat Angebote für Kinder und Jugendliche im Programm. Neu dabei und gut gefragt: Coding und Künstliche Intelligenz.

AIM-Geschäftsführer Marco Haaf: „Bildungssystem ist im Umbruch“

Die Nachfrage nach Fortbildungen hat sich gewandelt, berichten die Geschäftsführer. Individuellere Programme  für Teams seien gefragt, sagt Marco Haaf. „Das Bildungssystem ist im Umbruch.“ Lehrer seien keine Einzelkämpfer mehr, zwischen den Schulen würden Kooperationen wichtiger.

Die AIM will in der Region helfen, um sogenannte Schulfamilien zu gründen. Die Idee dahinter beschreibt Marco Haaf. Beispielsweise könnten sich Grundschulen zusammentun und Unterrichtskonzepte gemeinsam entwickeln. „Da entstehen Synergien“, sagt er. Die AIM wolle helfen, dass sich Schulen finden, den Prozess begleiten und Input geben.

Akademie für Innovative Bildung und Management setzt bei Kindern auf frühe Sprachförderung

In der Sprachförderung ist die AIM seit fast 20 Jahren tätig, die frühe Förderung für alle Kinder ist den Verantwortlichen sehr wichtig. „Auf den Anfang kommt es an“, nennt Christian Rieck das AIM-Motto.

Im letzten Kita-Jahr Kinder mit Bedarf fördern und ihnen auch Ansprechpartner zu Beginn der Grundschule sein: Dieses Konzept werde kommendes Schuljahr auf die Grundschulen in Heilbronn-Böckingen ausgedehnt, sagt Rieck.

Überwiegend an Kinder und Jugendliche zielen die Sprach-Angebote der AIM, es gebe aber auch Programme für Jugendliche - um zu verhindern, dass sie eine Ausbildung abrechen, sagt Christian Rieck. „Deutsch als Zweitsprache“ richtet sich an internationale Studenten auf dem Bildungscampus, damit sie nach ihrem Abschluss als Fachkräfte in der Region bleiben. 100 Plätze hat das Programm derzeit. Ab Herbst sollen es 200 sein.

Bildungskonferenz der AIM

Die zweite Bildungskonferenz der AIM auf dem Bildungscampus findet am Samstag, 29. März, statt. Zum Programm gehören 60 Kurse, Impulsvorträgen und Lesungen. Laut AIM stehen die Themen Demokratie, Übergänge, Sprache und Digitalität im Fokus. Zur Eröffnung spricht Professor Aladin El-Mafalaani, Soziologe im Bereich Migration und Bildung an der TU Dortmund. red




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