Stimme+
Computerspiele
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Eltern und Jugendliche diskutieren mit: „Zocken – Zeitvertreib oder Zukunftskompetenz?“

   | 
Lesezeit  2 Min
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Jugendliche verbringen teilweise viele Stunden vor Computerspielen, zocken an Konsolen. Alles vergeudete Zeit? Ihre Meinung ist gefragt bei „Bildung auf den Punkt“, diskutieren Sie mit. Eine Anmeldung ist bereits möglich.

Zocken ohne Limit: Jugendliche verbringen viele Stunden an Computern, Konsolen oder an Handys.
Zocken ohne Limit: Jugendliche verbringen viele Stunden an Computern, Konsolen oder an Handys.  Foto: Annette Riedl

Viele Jugendliche zocken über viele Stunden am Computer. Sie verbringen Nächte an Videokonsolen. Was haben sie davon, fördert das womöglich nebenbei die Leistungsfähigkeit im Unterricht? „Zocken: Zeitvertreib oder Zukunftskompetenz?“ Das ist das Gesprächsthema bei der Diskussionsreihe Bildung auf den Punkt. Das Besondere daran: Ob Jugendlicher, Mutter, Vater oder Lehrer – alle können sich wieder an diesem Nachmittag im Veranstaltungsforum auf dem Bildungscampus Heilbronn einbringen. Beginn ist am Donnerstag, 23. April, um 17 Uhr. Eine Anmeldung ist bereits möglich.

Hinter „Bildung auf den Punkt“ stehen die Heilbronner Stimme und die Akademie für Innovative Bildung und Management (AIM). Die Diskussionsreihe greift aktuelle Bildungsthemen auf und lädt Experten dazu ein.

Bildung auf den Punkt von Heilbronner Stimme und AIM: Die Teilnehmer diskutieren mit

Wichtig dabei: Die interessierten Besucher sind jederzeit selbst gefragt. Wer mitdiskutieren möchte, eine Frage oder Anregung hat, kann Platz nehmen auf dem Podium zwischen den Experten. Die Reihe lebt vom Input aller. Denn Ideen und Forderungen gibt es viele: Spiele im Unterricht, Handy-Verbot an Schulen – mit der Technik kommen auf die Verantwortlichen im Bildungssektor viele Herausforderungen zu.

Eine fachliche Sicht bringen mehrere Experten mit. Zu ihnen gehört an diesem Nachmittag Dr. Jeannine Simon. Die Kommunikationswissenschaftlerin, Medienproduzentin und Autorin befürwortet Gaming, sie sieht darin eine bereichernde Spieleerfahrung. Nur sieht sie Grenzen. Sie ist gegen aggressive Monetarisierung und manipulative Designs mancher Spiele.

Diese Experten nehmen an der Diskussion teil

Von der Universität Tübingen nimmt Dr. Martin Hennig teil. Der Medienkulturwissenschaftler ist dort Teamleiter am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften. Geforscht hat er unter anderem zum Thema „Spielräume als Weltentwürfe: Kultursemiotik des Videospiels“. Bei Bildung auf den Punkt bringt er auch die Technikphilosophie und eine Sicht auf Künstliche Intelligenz ein. 

Der Youtuber Stephan Bliemel, Account-Name Steinwallen, hat den Themenschwerpunkt Games und Geschichte.  Beim Deutschen Computerspielpreis bekam er die Auszeichnung „Spieler des Jahres 2025“.

Der Beginn von Bildung auf den Punkt gehört stets den Interessierten: Vor der Expertenrunde ist der Austausch zu verschiedenen Themen gefragt. In vier Bereichen können sich die Besucher einbringen. Es geht es um „Zocken als Kompetenztraining – oder bloß passiver Konsum?“. Zu den Fragen gehört unter anderem, ob sich Kreativität, Problemlösen und digitale Kompetenzen durch Games fördern lassen.

Weiteres Thema im Vorfeld ist „Gaming im Klassenzimmer – neue Didaktik oder unnötiger Hype?“ Im Raum stehen Fragen wie etwa „Wie lassen sich Spiele sinnvoll in den Unterricht integrieren?“. Was Games über Geschichte, Gesellschaft und Kultur lehren, ist Thema einer weiteren Diskussionsrunde. Zuletzt noch dreht sich manches um eine wichtige Frage: „Freiheit, Kontrolle, Orientierung – Wer trägt überhaupt die Verantwortung?“




Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben