Prostituierte und Freier ignorieren Verbot der Sex-Arbeit

Prostituierte und Freier ignorieren Verbot

Region  Corona erhöht den wirtschaftlichen Druck auf Sexarbeiterinnen in der Region, denn die Verordnung des Landes verbietet Sex-Arbeit in Gewerberäumen. Nun verlagert sich das Geschäft ins Private, wo Kontrollen noch schwieriger sind. Bleibt der Infektionsschutz dann vollends auf der Strecke?


Corona heißt Abstand halten. Das Sex-Geschäft liegt brach. Eigentlich. "Die Realität ist, dass Prostitution stattgefunden hat", blickt Kathrin Geih von der Mitternachtsmission des Diakonischen Werks Heilbronn auf die zurückliegenden Monate. "Den Frauen geht es nicht gut", sagt Beate Stürzl vom Hilfsverein Hope mit Sitz in Bretzfeld. Der Druck auf Prostituierte sei enorm. Die Polizei stellt zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Auflagen fest. "Die Frauen arbeiten zum Teil illegal", sagt Stürzl.