Zusätzliche Trainingskapazitäten sind in Obersulm notwendig
Aus einer großen neuen Sporthalle wird nichts, jetzt bekommen Vereins- und Schulsport ein überdachtes Spielfeld.

Die Sportstättenkonzeption in Obersulm ist nicht in Stein gemeißelt. Immer wieder werden die Prioritäten verschoben – die Eschenauer mit ihrer Gemeindehalle können davon ein trauriges Lied singen. Die Flexibilität ist notwendig, ändern sich doch die Rahmenbedingungen. Den Ausschlag geben vor allem die Finanzen. Auf die ohnehin finanzschwache Kommune kommen schwierige Zeiten zu.Deshalb hat sich der Gemeinderat von einer neuen, zweigeteilten Sporthalle verabschiedet als Ersatz für die Affaltracher Sport- und Feststätte. Ein Neubau für mehrere Million Euro ist angesichts notwendiger anderer Investitionen wie die Schulerweiterung in Affaltrach oder der Mensaneubau an der Michael-Beheim-Schule nicht zu stemmen. Zudem ist der Grundschulsport im Teilort mit dem neuen Michelbachhaus bestens versorgt.Der Gemeinderat hat nun Nägel mit Köpfen gemacht, sich auf den von der FBO geforderten Aufschub nicht eingelassen. Die Entscheidung ist richtig, nach der deutlich günstigeren Alternative zu greifen und das Realschul-Spielfeld mit einem Dach zu versehen. Auch wenn das mit allem Drum und Dran – Geräteraum, WC und Photovoltaik-Anlage – eine Million Euro verschlingt, sind dem Gremium die Jugend, die Vereine und der Sport dieses Geld wert. Schließlich wird der Engpass bei den Trainingskapazitäten dadurch gemildert.
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