Jagsttalnarren feiern tierische Prunksitzung in Züttlingen
Die Jagsttalnarren lassen es bei ihrer tierischen Prunksitzung in der ausverkauften Lindenhalle in Möckmühl-Züttlingen krachen.
Wenn das in Reihen eingeteilte Publikum in der Lindenhalle begeistert muht, meckert und gackert, wenn das Applausometer am laufenden Band Spitzenwerte erreicht, wenn Bürgermeister Simon Michler mehrfach aufspringt und ruft: „Let’s make Züttlingen great again“, kann das nur eins bedeuten: Die Jagsttalnarren zünden mit der Prunksitzung ihren Höhepunkt der Kampagne.
Diesmal steht diese unter dem Motto: „Es gackert das Huhn, es meckern die Ziegen, wenn bei den Jagsttalnarren die Fetzen fliegen.“
Prunksitzung der Jagsttalnarren in der Lindenhalle begeistert kostümierte Gäste
Exakt 282 bunt verkleidete Gäste sind gekommen. Braun-weiß gefleckt, haben Ortsvorsteher Frank Pfitzke und Feuerwehrkommandant Ralf Wattenberg eine ganze Kuhherde um sich geschart. Andere tummeln sich als Hühner und Enten, rustikale Landwirte und Gärtner, Bienen und Gartenzwerge in der grün-gelb geschmückten Lindenhalle. Sitzungspräsident Markus Harrer gibt als Bauer in Gummistiefeln und Karohemd den Ton an.

Nach der Begrüßung durch Präsidentin Sina Alexander und Vizepräsidentin Jinella Beck sorgt das Kuhberg-Echo aus Gundelsheim für die Einstimmung. Mit „Major Tom“ oder „Bella Ciao“ gibt es mächtig auf die Ohren. Die restlichen Programmpunkte der dreistündigen Prunksitzung werden ausschließlich von Eigengewächsen des Vereins gestemmt.
Die Hexen stellen ihr loses Mundwerk unter Beweis
Die Symbolfiguren Hex und Hexle alias Ulrike Montag und Lara Genzwürker stellen ihr freches Mundwerk unter Beweis. Insbesondere das Hexle dreht auf. Warum Männer genau eine Gehirnzelle mehr haben als Hühner? Fürs Hexle völlig klar: „Damit sie nicht auf den Hof scheißen.“ Auch die Hex lässt es rustikal angehen: „Habt alle euren Spaß und gebt auch beim Saufen Gas.“ Dann der erste Abschied: Lara Genzwürker ist nach vier Jahren ihrer Rolle als Hexle entwachsen. Aber sie „geht nicht ganz, sondern bleibt beim Tanz“. Wie es sich gehört in der Hexengarde. Später folgt auch noch Ulrike Montag. Sie bleibt die Hex, hört als „Schlabbergosch“ und Trainerin bei den „Züttstreetboys“ aber auf.
Bei so viel Verabschiedung zu „Stand up for the Champions“ lässt sich auch Markus Harrer anstecken. Er will fortan nicht mehr Sitzungspräsident genannt werden, dafür aber Stimmungspräsident. Eine Gute-Laune-Rakete nach der anderen wird gezündet. Die süßen Jagsttalmäuse schwingen zu tierischen Liedern das Tanzbein und die Jagsttalzwerge zeigen ihr Gardetalent. Die „Schlabbergoschen“ mit Ulrike Montag und Kathrin Köller bringen das Publikum als eingefleischte Reinigungskräfte mit Kittelschürze und Klobürste zum Lachen. Dazu gehört ein definitiv wirksamer Tipp zum Abnehmen: Duschen mit Geschirrspülmittel? „Klar, entfernt ja hartnäckiges Fett.“
Von „Bauer sucht Frau“ bis Malle-Show: Kreative Auftritte der Jagsttal-Gruppen
Das Stimmungslied „Laurentia“ bringt das Publikum zum Schunkeln. Die Trash-Show bringt „Bauer sucht Frau“ auf die Bühne. Mit Gülleduft und Brotzeit, aber auch Klicks und Likes für die Selfiekuh aus dem Stall, bei der es heißer zugeht als beim Griff an den elektrischen Weidezaun. Die „Jagsttal-Diamonds“ legen los. Trainiert von Präsidentin Sina Alexander, die in der Zugabe zeigt, dass sie es selbst auch draufhat.
Nach dem „Zebrastreifenpferd“ bringt das nächste Stimmungslied talentierte Nachwuchssänger auf die Bühne. Fast wie Partysinger Mickie Krause gröhlen sie: „Mama, wenn ich groß bin, will ich Handwerker sein“. Denn immerhin: „So ein Handwerker schraubt sich einen rein.“
Die Züttstreetboys fahren in den Urlaub nach Malle
Gardetanz in Perfektion mit Spagat und Rädchen zeigt die Jagsttalgarde, die Mittänzerin Jinella Beck mit grünen Klopferle belohnt. Die „Züttstreetboys“ verwandeln sich von ordentlich gestressten Bauern in ausgelassene Malle-Urlauber. Ihre Aufführung mit akrobatisch ausgefeilter Einlage quittieren die Zuschauer mit begeistertem Applaus und einer weiteren Stimmungsrakete.Derart gut eingeheizt, ist nach dem Finale mit Jagsttalnarren-Lied und der quirligen Polonaise durch die Lindenhalle noch lang nicht Schluss. Der bewirtende SC Züttlingen öffnet die Bar, an der sich der Durst von Ziege, Kuh und Huhn prächtig löschen lässt.
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