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Heilbronn

Württemberger stellt bei Riesling-Championship den besten Wein

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Toller Erfolg für das Weingut Heid aus Fellbach: Bei der Riesling-Championship des Fachblatts Vinum stellt es den besten Wein. Die Feierlichkeiten zur Siegerehrung haben in Heilbronn stattgefunden.

Jury-Chef Harald Scholl (von links) mit Markus Heid, Mathias Crass und Marcel Fischer bei der Siegerehrung im Heilbronner Deutschhof.
Jury-Chef Harald Scholl (von links) mit Markus Heid, Mathias Crass und Marcel Fischer bei der Siegerehrung im Heilbronner Deutschhof.  Foto: Bihr, Lina

Jubel am Vorabend des Finales zur Fußball-EM: In Heilbronn wurde die deutsche Riesling-Elite aufs Treppchen gehoben. Anlass dazu gaben die Siegesfeierlichkeiten zum „Riesling Champion 2023“ des Fachmagazins Vinum, zu denen Chefredakteur Harald Scholl in Kooperation mit Steffen Schoch von der Heilbronn Marketing (HMG) in Württembergs älteste Weinstadt geladen hatte.

Im Vorfeld hatten 30 Branchenvertreter – Journalisten, Sommeliers, Winzer, Händler – 1300 Rieslinge getestet. Vor und nach der öffentlichen Siegerehrung und vor einer sogenannten Weißen Rieslingnacht mit Galamenü von Mario Lutz im Panoramasaal von Marcel Küffners Parkhotel stand im Deutschhof eine kleine Weinmesse an. Abends mündete sie fast nahtlos in eine coole Riesling-Party in und vor Christian Dahms Sitt Weinbar: mit Siegertropfen, exotischen Häppchen sowie elektrisierenden DJ-Beats von Oyster Vip, Nils Haussmann und Carlo Italy.

Alle Siegerbetriebe stellten im Deutschhof eine Auswahl ihres Weinsortiments vor.
Alle Siegerbetriebe stellten im Deutschhof eine Auswahl ihres Weinsortiments vor.  Foto: Bihr, Lina

Heilbronner Wein-Villa-Betriebe bei Präsentation und Galamenü

Nachmittags präsentierten die Siegerwinzer eine Auswahl ihres Gesamtsortiments. Auch einige Heilbronner Wein-Villa-Wengerter waren dabei: zumindest jene, die sich über eine Jury mit ihren Top-Rieslinge qualifiziert hatten, namentlich die Weingüter Schäfer-Heinrich, G.A. Heinrich, Kistenmacher & Hengerer sowie Weinkeller Flein-Talheim und Genossenschaftskellerei Heilbronn, worüber sich allen voran WG-Chef Justin Kircher freute.

Alexander Loersch aus Leiwen (Mosel) konnte sich mit minimalem Vorsprung den Titel des "Riesling Champion 2024" sichern. Vor allem seine Performance in den Kategorien Kabinett und Spätlese waren laut Jury überragend. Aber auch die 93 Punkte für seinen trockenen "Trittenheimer Apotheke Riesling Grosses Gewächs Jungheld 2022 "zeigten laut Scholl „seine Könnerschaft in jeder Spielart des Rieslings“.

Im Rahmen der Riesling Championship gab es nachmittags eine öffentliche Präsentation im Deutschhof.
Im Rahmen der Riesling Championship gab es nachmittags eine öffentliche Präsentation im Deutschhof.  Foto: Bihr, Lina

Freudige Überraschung für Württemberg: Bester Riesling kommt aus Fellbach

Gleichermaßen überraschend wie verdient war der Titel als Riesling des Jahres 2024 für das Weingut Heid aus Fellbach. Sagenhafte 96 Punkte war der Jury ihr 2021 "Stettener Pulvermächer Riesling trocken VDP Grosses Gewächs" wert. Die Verkoster, bei denen Württemberg sonst nicht so gut abschnitt, notierten „Noten von Panna Cotta, grünen Mandeln, Croissant, weißen Blüten. Mit Luft gewinnen die getoasteten und gerösteten Noten die Oberhand. Am Gaumen sehr cremig, süßlicher Extrakt und Salzkaramell in perfekter Harmonie mit zugkräftiger Säure. Großer Weißwein mit hervorragendem Potenzial“.

Riesling Champions Festival im Deutschhof mit (von links) den Jungwinzern Tobias Heinrich und  Lars Hieber sowie Christian Dahms von der Sitt Weinbar.
Riesling Champions Festival im Deutschhof mit (von links) den Jungwinzern Tobias Heinrich und Lars Hieber sowie Christian Dahms von der Sitt Weinbar.  Foto: Bihr, Lina

Die Jury sprach insgesamt von „überragenden Bewertungen in allen sieben Wettbewerbskategorien“. Dies zeige deutlich, dass es ein ganzes Füllhorn an Spitzenrieslingen aus den Jahrgängen 2023 und 2022 gebe. Schon in der Einstiegskategorie Gutsweine konnten 19 Weine 90 oder mehr Punkte erreichen. „Die letzten Jahrgänge haben dem Riesling-Freund ausgesprochen genussfreudige Weine beschert. Die Balance zwischen Kraft, Mineralität und charmanter Frucht ist schon im Basisbereich nahezu perfekt“, fasst Wettbewerbsleiter Harald Scholl das Ergebnis zusammen.

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