Schnee und Eis: So kämpfen Heilbronn, Neckarsulm und Eppingen gegen Glätte
Die Mitarbeiter der städtischen Bauhöfe und Betriebsämter sind gefordert: Seit Tagen sind sie im Einsatz für den Streu- und Räumungsdienst. So ist die Lage in Heilbronn, Neckarsulm und Eppingen.
Frost und Schnee haben die Region fest im Griff. Die Mitarbeiter der städtischen Bauhöfe und Betriebsämter sind gefordert: Seit Tagen sind sie im Einsatz für den Streu- und Räumungsdienst, ab den frühen Morgenstunden, auch an Feiertagen.
Dauerfrost und Schneefall fordern Winterdienste in der Region täglich heraus
Unterwegs sind sie beispielsweise im gesamten innerörtlichen Stadtgebiet von Eppingen, in der Kernstadt wie in den Ortsteilen.

Dort sind die Mitarbeiter in Gruppen unterwegs, fußläufig sowie mit Fahrzeugen, um Fahrbahnen und Wege sicher zu halten. Bis zu zehn Fahrzeuge, heißt es aus dem Eppinger Rathaus, können bei Bedarf eingesetzt werden, zusätzlich auch mit einem sogenannten Streuer.
Stadt Heilbronn streut Trockensalz und Sole
In Heilbronn ist der Winterdienst schon seit Mitte November bis heute mehrfach unterwegs, so eine Sprecherin der Stadt. Durch die wechselhaften Bedingungen seien die städtischen Räumungsdienste „derzeit täglich gefordert“. In Heilbronn bringen die Mitarbeiter überwiegend das Feuchtsalz FS 30 aus, also eine Kombination von 70 Prozent Trockensalz (Steinsalz) und 30 Prozent Salzwasserlösung (Sole).
Je nach Witterung wird auch vermehrt FS 100 – also reine Sole – ausgebracht, erklärt die städtische Stelle auf Anfrage. Sole gilt als weniger umweltschädliche Alternative zu Streusalz. Zudem hält ihre Wirkung länger an. Trockensalz liege etwa zwei Stunden auf der Straße, Feuchtsalz etwa sechs Stunden. Bei der reinen Sole könnten es zehn bis zwölf Stunden sein.
Stadt Neckarsulm stellt Fahrzeugausrüstung um
In Neckarsulm kommt Streusalz zum Einsatz. Weil die Stadt die Menge reduzieren möchte, stellt sie bereits bei Ersatzbeschaffungen die Fahrzeugausrüstung auf Kombistreuer oder reine Solestreuer um. So bestehe die Möglichkeit, Sole präventiv zu streuen, erklärt ein Sprecher. „Dadurch kann das Glätterisiko bei zu erwartender Glätte durch überfrierende Nässe oder Eisregen deutlich reduziert werden.
Zudem beträgt die Salzmenge, die in der Sole enthalten ist, nur etwa ein Viertel der Menge, die bei einer Trockensalzstreuung verbraucht wird.“ Aufgrund der langen Nutzungsdauer der Winterdienstfahrzeuge und der Streutechnik würde sich die Umstellung auf die neue Streutechnik jedoch über Jahre erstrecken.
Auf Trockensalz vollständig zu verzichten, sei jedoch nicht vorgesehen, „da für die Akutstreuung bei stärkerem Schneefall die Wirkung von Sole nicht ausreicht.“
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