Stimme+
Weinsberg

Wimmentalbrücke auf A6 wird ausgebaut: Was auf Anwohner und Pendler zukommt

   | 
Lesezeit  2 Min
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Langfristig soll die Wimmentalbrücke bei Weinsberg durch einen Neubau ersetzt werden. Das Projekt ist Teil des Ausbaus der A6 Ost. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Maßnahmen. 

Von Armen Begic

Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Die Wimmentalbrücke bei Weinsberg (Landkreis Heilbronn) soll zukunftsfähig gemacht werden: Breitere Fahrbahnen mit neuen Platten, eine Lärmschutzwand in Richtung Heilbronn und eine Beschichtung, um die Brücke besser gegen Umwelteinflüsse zu schützen gehören zu den größten Maßnahmen, teilt die Autobahn GmbH Südwest auf Anfrage mit.

Seit Donnerstag, 9. April, ist die Verkehrsführung geändert, die Arbeiten am Bauwerk sollen am Montag, 13. April, beginnen. Mehr als drei Jahre, bis voraussichtlich September 2028, könnte die Sanierung dauern. Die aktuelle Kostenschätzung liegt bei etwa 9,12 Millionen Euro. Dazu beantworten wir einige Fragen.

Warum soll die Wimmentalbrücke bei Weinsberg instand gesetzt werden?

Bei den Arbeiten handelt es sich eigentlich um Vorarbeiten, denn langfristig soll die Brücke „durch einen Neubau ersetzt werden“, heißt es von der Autobahn GmbH. Grundlage dafür sei jedoch, dass die Brücke umfassend instand gesetzt und an aktuelle Vorschriften angepasst wird, wie beispielsweise hinsichtlich der Fahrbahnbreite. Das Projekt sei Teil des geplanten Ausbaus der A6 Ost. Parallel werde ein Planungsfeststellungsverfahren durchgeführt, um den Neubau auf den Weg zu bringen.

Im Laufe der kommenden drei Jahre wird die Wimmentalbrücke auf der A6 bei Weinsberg ausgebaut und saniert.
Im Laufe der kommenden drei Jahre wird die Wimmentalbrücke auf der A6 bei Weinsberg ausgebaut und saniert.  Foto: Ralf Seidel

Was bedeutet das für den Verkehr auf der Wimmentalbrücke?

Seit Donnerstag, 9. April, wird in beide Fahrtrichtungen „jeweils nach außen verschwenkt“. Erst nach Abschluss der ersten Bauphase, laut Autobahn GmbH Ende August, kann der Verkehr mit geringen Einschränkungen freigegeben werden. In späteren Bauphasen, die für 2027 geplant sind, soll der Verkehr zunächst komplett über das „südliche Teilbauwerk“ laufen. Für Pendler bedeutet das, dass der Verkehr in den Phasen, in denen Arbeiten auf der Brücke selbst stattfinden, seitlich vorbeigeführt wird.

Was bedeutet der Ausbau der Wimmentalbrücke für die Anwohner in Weinsberg?

Unterhalb der Brücke müssen zeitweise sowohl die dort verlaufende Kreisstraße als auch der Feld- und Radweg gesperrt werden, heißt es weiter. Das sei der Verkehrssicherheit geschuldet, wenn am Brückengerüst gearbeitet wird. Anwohner müssten zudem damit rechnen, dass es immer wieder zu Baulärm, Verkehrsbehinderungen und Verkehrseinschränkungen kommen könne. Man sei aber aber bemüht, die Auswirkungen „so gering wie möglich zu halten“.

Ausbau der Wimmentalbrücke: Wie sieht der geplante Ablauf der Arbeiten aus?

Die erste Bauphase soll von April bis August dauern: Um die Fahrbahn zu verbreitern, werden die Mittelkappen rückgebaut, kleinere Arbeiten an den Fahrbahnplatten durchgeführt und die Entwässerung teilweise erneuert, teilt die Autobahn GmbH mit.

Ab August soll die zweite Bauphase starten: Vordergründig werde bis Februar 2027 die Entwässerung innen und außen weiter instand gesetzt. Gearbeitet werde dabei am Hohlkasten der Brücke und an der Unterseite des Überbaus in Fahrtrichtung Nürnberg. Ab Februar bis August 2027 sollen wieder Arbeiten oberhalb der Fahrbahn anstehen. Die Außenkappe in Fahrtrichtung Heilbronn werde saniert. Außerdem soll eine neue Lärmschutzwand errichtet werden. In dieser Zeit werde der Verkehr über das südliche Teilbauwerk geführt.

Die vierte Bauphase bis Februar 2028 verläuft nach Angaben der Verantwortlichen analog zur zweiten, lediglich in Fahrtrichtung Heilbronn. Gleiches gelte für die fünfte Bauphase von Februar bis September 2028, die analog zu Bauphase 3 durchgeführt werden soll, dann in Fahrtrichtung Nürnberg. Eine Lärmschutzwand sei in dieser Fahrtrichtung nicht geplant. Die verkehrsfreien Bauphasen 3 und 5 würden genutzt, um die Lager an den Brückenpfeilern zu wechseln, die Böschungstreppen zu erneuern und die Arbeiten an der Entwässerung abzuschließen. In der letzten Bauphase im September sollen mögliche arbeitsbedingte Schäden behoben werden.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben