Stimme+
Pegel erhöht
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Nach Dauerregen-Wochenende: Droht im Raum Heilbronn Hochwasser?

   | 
Lesezeit  1 Min
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Die Pegel des Neckars steigen. Noch sind keine Feuerwehr-Einsätze wegen Hochwassers nötig. Für die Schifffahrt im Raum Heilbronn haben die Wasserstände aber bereits Folgen. 


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Vor allem am Samstag, aber auch das ganze Wochenende über, fielen in der Region Heilbronn stetig Niederschläge. Schon beim flüchtigen Blick auf beispielsweise den Neckar wird offensichtlich: Die Flüsse verfügen über reichlich Wasser. Droht daher auch Hochwasser?

Nachdem die Pegelstände an den Messstationen nach den Höchstständen der vergangenen Tage am Sonntag langsam wieder gesunken sind, meldet die Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) Baden-Württemberg derzeit wieder langsame Anstiege der Wasserstände in der Region Heilbronn.

An der Messtation in Lauffen beispielsweise beträgt der Pegelstand des Neckars am Montagmorgen um 10.30 Uhr 4,08 Meter. Am Sonntag, 23. Februar, lag er im Mittel bei 4,32 Meter. 

Neckar-Pegel steigt: Bislang keine Hochwasser-Einsätze im Landkreis Heilbronn

An der Messstation in Gundelsheim betrug der Mittelwert am Sonntag 3,95 Meter. Um 10.30 Uhr am Montag liegt er mit 3,98 Meter etwas höher. In Bad Wimpfen sieht man aktuell keine Hochwasser-Gefahr: „Wir sind diesbezüglich tiefenentspannt“, erklärt ein Mitarbeiter des Bauhofs auf Stimme-Nachfrage am Montagmorgen. Dem Sprecher der Heilbronner Feuerwehr, Jürgen Vogt, sind am Montagmorgen keine Einsätze wegen Hochwasser in der Region bekannt.

Auch Tobias Gärtner, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Gundelsheim, berichtet von einer entspannten Lage. „Einsätze waren bislang nicht nötig.“ Zwar gehen die Prognosen aufgrund weiterer Regenfälle von steigenden Pegelständen bist Dienstagabend aus, allerdings erwartet Gärtner keine kritischen Werte. „Erste Straßen- und Wegesperrungen sind bei uns ab einem Pegelstand von etwa 5,30 Meter notwendig.“

Sandsäcke kommen ab ungefähr 6,50 Meter zum Einsatz. Gärtner: „Ich gehe nicht davon aus, dass wir diese bedenklichen Wasserstände erreichen. Allerdings haben wir selbstverständlich ein Auge drauf und können bei Bedarf reagieren.“ 

Pegelstand im Neckar wirkt sich auf Schifffahrt im Landkreis Heilbronn aus

Auf den Schiffsverkehr im Landkreis Heilbronn haben die aktuellen Wasserstände allerdings Auswirkungen: „In nordöstlicher Richtung ist auf dem Neckar zwischen Heilbronn und Heidelberg keine Schifffahrt möglich“, berichtet Johanna Reek, Sprecherin des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Neckar. In südlicher Neckar-Richtung ist die Schifffahrt von Heilbronn bis Heilbronn-Horkheim nicht möglich. Reek: „Flussaufwärts ab Horkheim in Richtung Lauffen können die Schiffe jedoch fahren.“

Dafür, dass Schiffe bei hohem Wasserpegel nicht fahren können, gebe es laut Johanna Reek zwei Gründe. „Bei hohem Wasserstand können die Schiffe nicht unter den Brücken hindurchfahren.“ Zudem sorge die stärkere Strömung bei größeren Wassermengen für erhöhte Gefahr. Reek: „Nach derzeitigen Prognosen sollen die Wasserpegel des Neckars bis Dienstagnachmittag noch steigen. Spätestens ab Mittwoch ist mit sinkenden Ständen zu rechnen.“ 

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben