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Wichtel, Gurke und KI-Grüße: Professor aus Flein nennt Weihnachtstrends 2025

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Professor Philipp Rauschnabel aus Flein stellt das Ergebnis seiner aktuellen Umfrage vor: Ein Drittel nutzt Künstliche Intelligenz für Weihnachtsgrüße – doch das Fest bleibt vor allem traditionell.


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Die Gurke im Weihnachtsbaum geht wohl auf ein Missverständnis zurück. Während US-Amerikaner wohl annehmen, dass dies ein deutscher Brauch sei, finden immer mehr Deutsche gefallen an einem vermeintlichen Brauch aus den Vereinigten Staaten.

 

Weihnachtstrends: Gurke im Christbaum und beliebter Wichtel

Professor Philipp Rauschnabel lehrt und forscht an der Bundeswehruniversität München. Die Weihnachtsumfrage führt er dieses Mal zum achten Mal durch. 1252 Menschen über 18 Jahren haben zwischen 30. November und 4. Dezember 2025 an der Studie mitgemacht. Davon 49 Prozent Männer und 51 Prozent Frauen.

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Neben dem Trend mit der Gurke im Weihnachtsbaum wird offenbar der Wichtel immer beliebter. Der kleine Bewohner, der nachts Streiche spielt und Briefe hinterlässt, erlebe in diesem Jahr einen deutlichen Aufschwung, erklärt der Fleiner, der mit seiner Familie in München lebt.

„In diesem Jahr ist die Weihnachtswichtel-Tradition 41 Prozent bekannter als im Vorjahr, 26 Prozent mögen den Trend bereits, weitere 21 Prozent entdecken ihn neu und finden ihn spontan sympathisch“, teilt Rauschnabel in einer Pressemitteilung mit. Besonders Frauen ließen den Wichtel gern einziehen und machen ihn damit zu einem der dynamischsten Weihnachtstrends des Jahres.

Künstliche Intelligenz hält Einzug ins Weihnachtsfest

Das Fest der Feste werde zunehmend digitaler. „Immer mehr Menschen verwenden künstliche Intelligenz für ihre Weihnachtsgrüße“, teilt Rauschnabel mit. 30 Prozent geben demnach an, KI zu nutzen oder in Erwägung zu ziehen, KI einzusetzen. Dies sei ein klarer Anstieg im Vergleich zu 22 Prozent im Jahr 2023. Unter Jüngeren bis 31 Jahre liege die Offenheit besonders hoch, von Ihnen würden 44 Prozent bereits auf entsprechende Dienste zurückgreifen.

„Wer in diesem Jahr ungewöhnlich perfekt formulierte Weihnachtsbriefe erhält, sollte daher einen KI-Helfer nicht ausschließen“, sagt Rauschnabel.

Dieses Jahr kaufen wieder mehr Menschen ihr Weihnachtsgeschenke beim lokalen Handel ein. Foto: dpa
Dieses Jahr kaufen wieder mehr Menschen ihr Weihnachtsgeschenke beim lokalen Handel ein. Foto: dpa  Foto: Frank Rumpenhorst

Weihnachten mit der Familie feiern: Viele nehmen lange Anfahrtszeit in Kauf

Trotz der neuen Technik und Entdeckungen bleibt Weihnachten ein Fest, dass die Menschen gerne gemeinsam verbringen. Etwa die Hälfte der Befragten wird über Weihnachten Freunde und Familie besuchen und investiert dafür etwa fünf Stunden Reisezeit. Immerhin sind es bei 19 Prozent zwischen zehn und 19 Stunden. Nur 28 Prozent sagen, dass sie an Weihnachten niemanden besuchen werden.

Zu Weihnachten gehören auch Geschenke. 32 Prozent kaufen sie im Einzelhandel. Während 2023 noch etwa 53 Prozent online nach Geschenken gesucht und dann auch online gekauft haben, sank dieser Wert in diesem Jahr auf 46 Prozent. Rauschnabel hat eine Vermutung: Es gebe immer mehr Billigprodukte aus China über Temu, Schein und Amazon. „Wenn ich das dann erst kurz vor Weihnachten bekomme und merke, dass es nichts taugt, kann ich es nicht mehr retournieren und stehe ohne ein Geschenk da.“ Wenn Kunden etwas im Laden sehen, wissen sie, was sie bekommen, erklärt er.

Außerdem könne der Handel mit Erlebnissen punkten. „Und Black Friday entzerrt. Viele Menschen erfüllen sich Wünsche selbst, was bedeutet, dass andere Menschen kreativer werden müssen.“ Und diese Inspiration kommt oft im stationären Handel. 

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