Weckruf aus Stuttgart
Um die Digitalisierung der Verwaltung ist es nicht gut bestellt. Das verdeutlicht die Initiative des Brackenheimers.

Die Verwaltungen im Land wollen bei der Digitalisierung aufholen. Nur: Das eine ist der Wunsch, das andere die Realität. Gerade in kleinen Kommunen fehlt oft das Personal dafür. Und dann muss auch noch der Gesetzgeber Hürden beiseite räumen. Es besteht allerdings dringender Handlungsbedarf, wenn es selbst bei der Online-Zulassung von Fahrzeugen in der Region hakt. Umso erstaunlicher sind die deutlichen Worte aus der Landeshauptstadt. Selbst aus dieser großen Verwaltung kommen Alarmsignale vom Amt für Digitalisierung, Organisation und IT: "Deutschland hat in diesem Bereich den Anschluss an moderne und effiziente Verwaltungsstrukturen längst verloren", sagt Amtsleiter Thomas Bönig.
Franz Eduard Gruber gibt seit Monaten nicht auf, dem Land bei der Digitalisierung der Verwaltungen Beine zu machen. Ob er allein es schafft, ist eher unwahrscheinlich. Aber der Brackenheimer hat immerhin erreicht, die Landeshauptstadt und damit ein Schwergewicht bei dem wichtigen Thema hinter sich zu bekommen. Mit dieser Unterstützung kann er zeigen, dass tatsächlich ein Problem besteht. Ob man dadurch zu einer Lösung kommt, steht auf einem anderen Papier. Eines ist jedoch klar: Das Thema drängt und wird mit zunehmendem Fachkräftemangel immer wichtiger.
Dabei ist Deutschland bei der Digitalisierung nicht immer verschlafen, es kann auch Tempo machen. Eindrucksvoll zeigt sich das im Oberlandesgericht in Stuttgart, wo Künstliche Intelligenz hilft, die Verfahren beim Abgasskandal zu ordnen. Nun muss sich auch bei Verwaltungen vieles tun.
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