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Serie „24 Stunden – 24 Orte – 24 Geschichten“
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Viele Themen im Jubiläumsjahr

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Bei der Lokaltour im Gasthaus Falken in Neudenau diskutieren 30 Stimme-Leser mit Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer. Zugeparkte Straßen und mangelnder Respekt im Umgang miteinander sind Ärgernisse im Jagsttal.

Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer diskutierte bei der Bei der Lokaltour im Gasthaus Falken in Neudenau angeregt mit den Lesern.
Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer diskutierte bei der Bei der Lokaltour im Gasthaus Falken in Neudenau angeregt mit den Lesern.  Foto: Kunz, Christiana

Die Vorfreude auf das große Stadtfest im Juli ist schon jetzt zu merken. „Es herrscht geradezu eine Sehnsucht, mal wieder ein größeres Fest zu feiern“, freut sich Bürgermeister Jochen Hoffer auf „50 Jahre Gesamtstadt Neudenau“.

Den Ort gibt es zwar schon sehr viel länger, wovon das Schloss, die Krone oder die uralten Fresken der Gangolfkapelle zeugen. Aber die Eingemeindung von Herbolzheim 1975 markiert den Beginn der Gesamtstadt. Ortsvorsteherin Marianne Fallmann war ebenso zur 113. Lokaltour von Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer im Falken wie die Gundelsheimer Bürgermeisterin Heike Schokatz und viele Vertreter aus den Gemeinderäten, auch aus dem benachbarten Haßmersheim.

In diesen drei Orten spielte die vorletzte Episode der Serie„24 Stunden – 24 Orte – 24 Geschichten“, bevor der Stab fürs Staffelfinale im Februar an Eppingen übergeben wird. Von der „Geisterstunde im Schloss“ bis hin zur Nachtsitzung beim Gundelsheimer Fasching reichten die Themen in der Berichterstattung.

Vorfreude auf das Stadtfest im Juli in Neudenau

Die hatten auch die rund 30 Gäste im Neudenauer Falken reichlich parat. Mit Uwe Ralf Heer diskutierten sie eine Stunde lang über fehlenden Respekt im Umgang miteinander, fehlende Parkplätze und – das muss auch erwähnt werden – fehlende Nachrichten in der Zeitung.

Beispielsweise sei nicht über die Wiederwahl von Martin Diblik als Bürgermeister des benachbarten Billigheim berichtet worden, monierte ein Leser. Man müsse bei rund 60 Orten im Verbreitungsgebiet eine Grenze ziehen, erläuterte Heer.

Es gab aber auch Lob: Durch die Neueinteilung des Nord-Gebietes lese man in der eigenen Ausgabe auch, was in Neckarsulm, Bad Friedrichshall oder Möckmühl geschehe. „Wir wollen erfahren, was die Themen vor Ort sind“, gab Heer die Parole für die Diskussionsrunde in der gut gefüllten Zunftgaststätte aus. Claus Ott beklagte die zugeparkten Kurven und Kreuzungen der Fridolin-Mayer-Straße und Gartenstraße in Neudenau. Die Lastwagen der Firma Böckling kämen oft nicht durch. „Und wenn ich da mit meinem Trecker nicht rumkomme, dann schafft’s die Feuerwehr auch nicht.“

Abteilungskommandant Uwe Amann hörte aufmerksam zu. Hoffer meinte dazu: „Das Problem ist uns bekannt. Ein Parkraumkonzept ist in Arbeit. Wir versuchen mittelfristig mehr Parkraum in Altstadtnähe zu schaffen.“ Wie andere Mandatsträger auch beklagte der Bürgermeister die zunehmenden „nicht demokratischen Meinungen“ in den sozialen Netzwerken. Die Heilbronner Stimme beschäftige mittlerweile eine eigene Abteilung, die beleidigende oder diffamierende Kommentare aus dem Netz fische und lösche, betonte Heer.

Gundelsheim hat viel Ärger mit den Grundsteuerbescheiden, Neudenau noch nicht

Heike Schokatz berichtete von den „enormen finanziellen Problemen“, die Erhaltung der Infrastruktur in Gundelsheim mit fünf Stadtteilen koste viel Geld. Für die 95 000 Euro Mehreinnahmen durch die Grundsteuer habe es „Lob von der Kommunalaufsicht, aber Tadel aus der Bürgerschaft“ gegeben. Neudenau hat dieses Problem noch nicht: „Wir verschicken die Grundsteuerbescheide erst noch“, stellte Hoffer fest. 

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