Verkehrskontrollen wirken
Weniger Unfälle, anhaltende Problemfelder. Die Unfallstatistik zeigt ein klares Bild, meint der Autor.
Der gar nicht mehr so neue Trend der Elektroroller in größeren Städten offenbart weitere negative Begleiterscheinungen. Auch wenn der Auswuchs wild geparkter E-Roller durch die Fluktuation konkurrierender Anbieter eingedämmt ist, meldet die Polizei immer mehr Unfälle. Ein Mensch kam vergangenes Jahr ums Leben, 123 Personen wurden verletzt.
Nutzungsverhalten der E-Rollerfahrer oft Schuld an Unfällen
Ein Grund ist laut Polizei das Nutzungsverhalten der Fahrer. Missachtung der Vorfahrt oder der roten Ampeln, Fahren auf dem Bürgersteig, zu zweit auf dem Roller, womöglich noch mit dem Mobiltelefon am Ohr oder alkoholisiert unterwegs. Was die Verletzungsgefahr bei einem Unfall erhöht: Auf E-Rollern gibt es keine Helmpflicht. Nebenbei, für E-Roller-Fahrer gelten – anders als auf dem E-Bike – dieselben Promillegrenzen wie für Autofahrer.
Kampf der Polizei gegen Poser und Raser
Dem leidigen Thema der Poser und Raser hat das Polizeipräsidium Heilbronn den Kampf angesagt. Die ersten beschlagnahmten Protzer-Karren sind aus dem Verkehr gezogen. Verfolgt man die Polizeiberichte, scheint sich die Szene nicht davon abhalten zu lassen, illegale Autorennen in der Innenstadt abzuhalten oder mit lauten Motoren durch die Gassen zu fahren. Es bleibt nichts anderes, als den Kontrolldruck hochzuhalten. Schade um die Polizisten, die anderweitig fehlen.
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