Stimme+
Neuer Wasserspielplatz
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Sommerferien starten regnerisch: Wie Tripsdrill-Attraktionen bei schlechtem Wetter ankommen

   | 
Lesezeit  3 Min
Erfolgreich kopiert!

In Baden-Württemberg haben die Sommerferien begonnen – pünktlich zur Einweihung eines neuen Wasserspielplatzes im Erlebnispark Tripsdrill. Wie die Attraktionen bei aktuell regnerischem Wetter ankommen.


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Das Thermometer zeigt 18 Grad, aber es fühlt sich deutlich wärmer an. An diesem Freitagvormittag haben die Besucher des Erlebnisparks Tripsdrill Glück mit dem Wetter. Der Regen der Nacht hat sich verzogen und der Sonne Platz gemacht. In Baden-Württemberg haben am Tag zuvor die Sommerferien begonnen. Zehn Tage lang sind nun in ganz Deutschland Schulferien. Für den Erlebnispark beginnt eine Hochphase, sagt Pressesprecherin Britta Dirrler.

Laut Wettervorhersage soll es am Nachmittag gewittern, aber davon merkt man noch nichts. Und selbst wenn es losgeht – die Leute sind vorbereitet. Mit Schirm in der Hand und Regenjacke um die Hüfte stapfen sie von Fahrgeschäft zu Fahrgeschäft. „In Tripsdrill gibt es eigentlich kein schlechtes Wetter“, sagt Britta Dirrler. „Manche Leute freuen sich auch, dass es an der ein oder anderen Attraktion schneller geht.“ 

Daniel S. und seine vierjährige Tochter sind große Fans von Tripsdrill. Mehrmals im Jahr fahren sie extra aus Tübingen hierher.
Daniel S. und seine vierjährige Tochter sind große Fans von Tripsdrill. Mehrmals im Jahr fahren sie extra aus Tübingen hierher.  Foto: Theresa Heil

Ferienstart in Tripsdrill: Achterbahn-Fans stört schlechtes Wetter nicht 

So argumentiert auch Bettina Baer, der es ganz gelegen kommt, dass der Park bei wechselhaftem Wetter nicht ganz so voll ist. Die 66-Jährige ist zum zweiten Mal in Tripsdrill und ein echter Achterbahn-Fan. „Ich fahre fast alles“, sagt die Schwaikheimerin. Ihr Lieblingsfahrgeschäft ist die Achterbahn „Hals über Kopf“, die 2020 eröffnet wurde. Besonders gefallen ihr das rasante Tempo und die Spiralen und Loopings. „Je verrückter, desto besser“, erklärt Baer. Allerdings bleibt es meistens bei einem Durchgang, ab dem zweiten oder dritten Mal spielt der Rücken nicht mehr mit. Deshalb wartet sie mit ihrer Tochter Cornelia Schopf auf einer Bank auf die vier Enkel, die den Erlebnispark-Trip zu Weihnachten geschenkt bekommen haben.

Auf eine Kinderbande warten auch Lisa R. (32) und Sabine M. (46), die zur Aufsicht eines Kindergeburtstags in Tripsdrill sind. Die Achtjährigen sitzen in der Holzachterbahn „Mammut“. „Manche sind schon erprobt, andere Neulinge, aber alle haben Spaß“, sagt Lisa R. und lacht. Während Sabine M. nach eigener Aussage keinen Fuß in eine Achterbahn setzt, ist ihre Begleiterin ein großer Fan von Tripsdrill: „Hier hat immer jeder gute Laune. Es ist ein friedlicher Gute-Laune-Ort.“ Als Jahreskartenbesitzerin war sie allein in diesem Jahr schon zehn Mal zu Besuch. „Meistens außerhalb der Ferien, weil es dann ruhiger ist“, erklärt Lisa R. Besonders die „Karacho“ fährt sie gerne. Bei der „Mammut“ setzt sie bereitwillig aus – die ruckelt ihr zu sehr. 

Fabian Späth (links) und Marcel Stegmaier steuern die Wasserrutsche "Badewanne" in Tripsdrill.
Fabian Späth (links) und Marcel Stegmaier steuern die Wasserrutsche "Badewanne" in Tripsdrill.  Foto: Theresa Heil

Auch die Tochter von Daniel S. muss bei der Holzachterbahn noch aussetzen. Obwohl die Vierjährige wie ihr Vater Achterbahnen liebt, besonders die „G’sengte Sau“ hat es ihr angetan. Dem 45 Jahre alten Daniel S. sieht man seine Liebe für Tripsdrill auf den ersten Blick an, denn er trägt eine Kappe aus der Kollektion des Freizeitparks. Die fünfköpfige Familie aus Tübingen besitzt allesamt Jahreskarten. „Wir machen das schon seit Jahren“, sagt er. „Für Familien ist Tripsdrill einfach der schönste Freizeitpark.“ Auch die Übernachtungsmöglichkeiten, im Schäferwagen oder Baumhaus, hat die Familie schon öfter in Anspruch genommen. Heute geht es aber direkt im Anschluss wieder nach Hause: „Das Wetter wird, glaube ich, auch etwas kritisch heute Mittag.“

Regen im Erlebnispark Tripsdrill: So ist das Prozedere bei schlechtem Wetter

Tatsächlich ziehen am Horizont dunkle Wolken auf. Die Parkleitung hat die Entwicklung immer im Blick, greift bei der Vorplanung auf Erfahrungswerte und die Wetterprognose zurück. Auf dieser Basis wird eingeschätzt, wie viele Mitarbeiter an dem Tag im Park gebraucht werden, sagt Britta Dirrler. „Auch bei Regen läuft der Betrieb ganz normal weiter“, sagt sie. Sollte es blitzen und stürmen, müssen aber manche Attraktionen zeitweise stoppen, besonders die Stahlkonstruktionen wie die „Karacho“.

Spritzwerk

Zum Ferienstart hat der Erlebnispark Tripsdrill eine Neuerung eröffnet. Vor der Schaukel „Wilde Gautsche“ ist ein Wasserspielplatz entstanden. Das „Spritzwerk“ ähnelt dem interaktiven Wasserspielplatz, der sich nahe der „Karacho“-Achterbahn befindet. Auf dem neuen Platz befinden sich 20 Spielelemente wie Fontänen, Wasserkanonen und Fallduschen. „Ziel des Spiels ist es, unter dem Wassertunnel durchzulaufen“, erklärt Parksprecherin Britta Dirrler.

Dasselbe gilt für Wasserattraktionen wie die „Badewanne“. In dem kleinen Führungshäuschen sitzen Fabian Späth und Marcel Stegmaier. „Zusammen mit dem Waschzuberrafting sind wir die erste Attraktion, die schließt“, erklärt Stegmaier, der seit fünf Jahren in diesem Job ist. Die Anweisung erfolgt schon bei Warnstufe eins. „Nicht, weil wir die Besucher ärgern wollen, sondern weil es um die Sicherheit geht“, betont Britta Dirrler. Manche Besucher lassen sich vom Regen aber nicht abschrecken, berichtet Stegmaier. „Es gibt da diesen Wendepunkt, wenn die Leute ohnehin nass genug sind, dann wird es hier wieder voller.“

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben